Zumtobel steigert Umsatz leicht und Ergebnis stark

Zumtobel Group in den ersten drei Quartalen 2019/20 mit leichtem Umsatzplus und deutlich mehr Ertrag.
Dornbirn Diese Woche hätte eigentlich eine ganz besondere für die Zumtobel Group werden sollen. Fachjournalisten und Geschäftspartner waren eingeladen zur Erföffnung des neuen Lichtforums. Daraus wurde nichts. Der Coronavirus machte dem Unternehmen einen Strich durch die Rechnung. Die Feierlichkeiten wurden abgesagt. Verschoben wurde ob des Virus auch die für Zumtobel so wichtige Branchenmesse „Light and Building“ in Frankfurt, sie findet nun im Herbst statt.
Leichter Wachstumskurs
Dennoch konnte Zumtobel Group-CEO Alfred Felder gestern, Dienstag, eine Erfolgsmeldung, lancieren: Das Geschäftsergebnis der ersten drei Quartale 2019/20. „In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2019/20 ist es uns trotz eines schwierigen Marktumfelds gelungen, an dem leichten Wachstumskurs festzuhalten sowie unser Ergebnis deutlich zu steigern“, kommentiert Felder die aktuellen Zahlen und bestätigt den Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr. „Die Lichtbranche ist ein hartumkämpfter Markt und der Preisdruck ist immens groß. Dazu kommen makroökonomische Unsicherheiten wie die Auswirkungen des Coronavirus und ein schwächelndes globales Wirtschaftswachstum, von dem auch die für die Zumtobel Group besonders wichtigen Märkte wie Deutschland oder Großbritannien betroffen sind.“ Aufgrund dieser Hindernisse rechne man in Dornbirn mit einem herausfordernden letzten Quartal. Man gehe daher für das Gesamtjahr nach wie vor von einer bereinigten EBIT-Marge zwischen drei und fünf Prozent aus, bei einem leichten Umsatzanstieg.“
Die Zumtobel Group erwirtschaftet in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres einen Umsatz in Höhe von 871,1 Millionen Euro, ein leichtes Umsatzplus von 0,8 prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem die DACH-Region mit einer Steigerung von 3,1% habe zu diesem Ergebnis beigetragen. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 entwickelte sich das Dornbirner Unternehmen erfreulich: Bei dem um Sondereffekte bereinigten Gruppen-EBIT erzielt die Zumtobel Group mit 46,9 Mio. EUR ein Plus von sage und schreibe 96,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Damit steigert das Unternehmen die bereinigte Umsatzrendite von 2,8 auf 5,4 Prozent. Zurückzuführen sei diese positive Entwicklung auf eine Umsatzverbesserung sowie Kosteneinsparungen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode, in der die Zumtobel Group aufgrund von Einmaleffekten aus Restrukturierungsaufwendungen noch einen Verlust in Höhe von minus 6,1 Millionen Euro verzeichnen musste, dreht das Periodenergebnis für die ersten drei Quartale mit 22,2 Millionen Euro klar in die Gewinnzone.
Kontrolle wiedererlangt
Die Aufbruchstimmung zeigt sich auch an den Aktivitäten: Der Vorstand hat den Beschluss gefasst, „die Management-Kontrolle des im Jahr 2017 verkauften Leuchtenwerks in Les Andelys, Frankreich, vom französischen Industriekonzern Active’Invest wiederzuerlangen“, heißt es im Rechenschaftsbericht der Aktiengesellscahft. Das auf Außenbeleuchtung spezialisierte Werk sei damit wieder Teil des Produktionsnetzwerks.
Zumtobel Zahlen
Umsatzerlöse 871,1 Mill. Euro (+ 0,8 Prozent)
EBIT 38,3 Millionen Euro
Periodenergebnis 22,2 Millionen Euro
Mitarbeiter 5752 (-2,1 Prozent)