“Benachteiligung”: Gastronomie ärgert sich über Maskenpflicht

Markt / 22.06.2020 • 11:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
"Benachteiligung": Gastronomie ärgert sich über Maskenpflicht
In der Gastronomie herrscht weiterhin Maskenpflicht, im Handel indes nicht. VN/STEURER

Forderung nach gleichen Rahmenbedingungen wie im Handel.

Feldkirch Die Maskenpflicht sorgt bei den Gastronomen und Hoteliers für reichlich Unverständnis. Während das Tragen einer Maske nur mehr in den wenigsten Branchen vorgeschrieben ist, gilt sie für Gastromitarbeiter mit Kundenkontakt nach wie vor. Dafür hat Markus Kegele, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, kein Verständnis: „Gastfreundschaft ist unter diesen Umständen nur schwer möglich.“

Gastronomiesprecher Andrew Nussbaumer ergänzt: „Nirgendwo sonst muss man draußen noch Masken tragen, aber für unsere Mitarbeiter gilt die Maskenpflicht auch im Außenbereich.” Die Spartenvertreter fordern, dass für Tourismusbetriebe dieselben Rahmenbedingungen gelten sollten wie etwa für den Handel. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Ansteckungsgefahr hier größer sein sollte.”

Dazu komme das Thema Arbeitsbedingungen. Speziell im Sommer stelle die Maskenpflicht in der Gastronomie eine enorme körperliche Belastung dar. „Das ist gesundheitlich unzumutbar“, sagt Kegele. Wie in allen anderen Bereichen könne man, sofern die Infektionszahlen es notwendig machen, wieder eine Maskenpflicht einführen. „Aber mit partiellen Lockerungen, die unsere Mitarbeiter benachteiligen, sind wir nicht einverstanden.“

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