Warum Vorarlberg Forschung und Lehre auf Spitzenniveau braucht

Unternehmer im Land drängen auf Strategie für universitäre Bildung und Forschung.
Schwarzach In Linz soll eine neue Digi-Tech-Uni entstehen. „Das ist genau das, was dem Ländle auch guttun würde“, stellte dazu AK-Präsident Hubert Hämmerle fest und warf der Landesregierung vor, sie habe den Fuß nicht so richtig am Gaspedal. Er ist nicht der einzige, der einen Schub in Sachen universitärer Ausbildung und Spitzenforschung im Land fordert. Auch die Wissenschafts- und Forschungsstrategie 2020+ des Landes, die auch in die Maßnahmen zur Marke Vorarlberg eingeflossen ist, sieht eine Weiterentwicklung in diesem Bereich als unbedingtes Muß für den Standort Vorarlberg, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.
Fahrplan für Standortzukunft
Spitzenforschung und universitärer Background, das betonte am Montag auch Prof. Detlef Günther, Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen an der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) Zürich beim VN Business Circle, generiert Arbeitsplätze durch technologischen Vorsprung. Allerdings wies er auch darauf hin, wie schwierig und wie immens teuer es ist, eine eigene Universität zu gründen. “Das ist ein Thema, das ganz heiß ist”, sagt Christian Beer, Gründer und Geschäftsführer der Heron-Gruppe, der schnellstmöglich einen Fahrplan auf Schiene bringen will, wie Vorarlberg das bestehende Angebot nach oben erweitern soll. Eine engere Verknüpfung mit der ETH Zürich, die zu den renommiertesten Universitäten weltweit zählt und regelmässig Spitzenplätze in Universitätrankings erzielt, ist für ihn eine gute Möglichkeit für Vorarlberg könnte Teil einer solchen Strategie sein.
Doch zuerst müsse man die Themenfelder definieren, ist er sich mit dem Unternehmer Josef Rupp einig, der den naturwissenschaftlichen Bereich präferiert. Künstliche Intelligenz und den gesamten Bereich der Datenthemen als Ziel sehen auch andere Unternehmer, die allesamt darauf pochen, in die Strategie für Forschung, Wissenschaft und Ausbildung eng eingebunden zu werden. “Wir müssen auf alle Fälle was tun und zwar richtig tun und schnell tun”, fasst Rupp die weitere Vorgangsweise zusammen und kann sich auch vorstellen, dass in Vorarlberg in Zusammenarbeit mit den Spitzenunis der Region Insitute entstehen können. Eine Vision, der auch ETH-Prof. Günther einiges abgewinnen kann.
Wie soll Spitzenforschung und universitäre Ausbildung im Land gelingen?
Wir brauchen einen großen Schwerpunkt im Bereich Forschung und universitäre Ausbildung. Es ist ganz wichtig, dass wir da im Land Entscheidungen treffen und diese dann auch zeitnah umsetzen. Josef Rupp, Rupp AG, Lochau
Wir müssen zielgerichtet diskutieren, wie wir in Vorarlberg forschungs- und ausbildungsmäßig vorwärtskommen, beispielsweise durch eine stärkere Verknüpfung mit der ETH. Christian Beer, Heron Gruppe, Dornbirn
Wir müssen überlegen, welche Kollaborationen für uns gut sind und Modelle finden. Vorarlberg könnte Professuren finanziell unterstützen und damit zum Beispiel einen Campus Vorarlberg schaffen. Alois Flatz, crate.io, Dornbirn