Landesrat Rauch antwortet Wirtschaft mit offenem Brief

Markt / 16.11.2020 • 22:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Fühlt sich falsch interpretiert: Landesrat Johannes Rauch. VN/Steurer
Fühlt sich falsch interpretiert: Landesrat Johannes Rauch. VN/Steurer

Bregenz Am Freitag stellte Umweltlandesrat und Grünen-Chef Johannes Rauch in den sozialen Medien fest: „Wenn der Lockdown verschärft wird, kann es nicht sein, dass zwar alle Schulen schließen, aber Produktionsbetriebe weiterlaufen.“ Er sorgte damit für einen Sturm der Wirtschaft. Trotz der kurzen Botschaft glaubt er sich –  wie ein anderer politischer Twitter-Spezialist aus den USA – von den Medien falsch verstanden. Er spricht von Unterstellungen, obwohl seine Tweet wohl in jedem Medium wortwörtlich wiedergegeben wurde. In einem offenen Brief an die Wirtschaftskammer, die ihn hart angegriffen hat, empfiehlt er eine „ganzheitliche Denkweise, denn wenn die Schulen und Kindergärten geschlossen sind, hat das massive Auswirkungen auf die Familien und die Arbeitskräfte in diesem Land, das sollte allen Beteiligten nach den Erfahrungen vom ersten Lockdown klar sein. Zu glauben, dass im Jahr 2020 die Frauen dann einfach wieder zuhause bleiben (können) und die Betreuungspflichten für die gesamte Gesellschaft übernehmen, entspricht nicht den gesellschaftlichen Verhältnissen in Vorarlberg. Es wäre gut, wenn darüber Konsens herrscht und die Spitzenvertreterinnen der Wirtschaftskammer sich in dieser Frage deutlich wahrnehmbar positionieren.“ VN-sca

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