Investitionen als Impuls für 800.000 Jobs

Markt / 19.04.2021 • 19:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Mittel für Investitionsprämie werden auf fünf Milliarden erhöht.

Wien Die Bundesregierung erhöht die Mittel für die Investitionsprämie. Waren ursprünglich drei Milliarden vorgesehen, sind es nun fünf Milliarden Euro. Das ist ein Ergebnis der zweitägigen Regierungsklausur, die unter dem Motto „Comebackplan“ steht.

Diese Maßnahme soll in Österreich insgesamt Investitionen in Höhe von 55 Milliarden Euro auslösen. Konkret werden Investitionen von Unternehmen mit sieben Prozent gefördert. 14 Prozent sind es, wenn sie Bereiche wie Digitalisierung, Ökologie, Gesundheit oder Biowissenschaften betreffen. Komplett ausgeschlossen sind Investitionen in fossile Stoffe.

Damit will die Bundesregierung innerhalb eines Jahres eine halbe Million Menschen wieder in Beschäftigung bringen, betont Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). In den kommenden fünf Jahren könnten dadurch bis zu 800.000 Jobs gesichert und geschaffen werden. „Arbeitsplätze werden von Betrieben geschaffen, nicht von der Politik. Aber wir können Rahmenbedingungen schaffen“, so Kurz. 

Mittels der Investitionsprämie wolle man sich klug aus der Krise rausinvestieren, wie es Vizekanzler Werner Kogler und Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) umschreiben. Dabei gehe es aber nicht darum, alles so wiederherzustellen, wie es vor der Krise war, sondern darum, die Wirtschaft digitaler und ökologischer zu machen. Im Zuge dessen wurde auch die ökosoziale Steuerreform für das erste Quartal 2022 angekündigt.

Mit Stichtag 28. Februar sind 258.600 Anträge für die Investitionsprämie eingelangt. „Sie wird für Anschaffungen vom 3D-Drucker bis zum Traktor genutzt“, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). 48 Prozent der Anträge beziehen sich auf die Bereiche Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Zu 94 Prozent werde die Prämie von kleinen und mittleren Betrieben genutzt.

Grund zu Optimismus

Auch wenn man nun noch „einige harte Monate der Pandemie-Bekämpfung“ vor sich habe, wie die Regierungsvertreter betonen, seien die Wirtschaftsprognosen für die nächsten Jahre positiv. Das biete viel Grund für Optimismus.

„Die Investitionsprämie ist zugleich eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme.“