Kaum ein Haus unter einer halben Million

Weniger Angebot, hohe Nachfrage: Neue Höchstpreise bei Häusern.
schwarzach 363 Einfamilienhäuser wechselten im vergangenen Jahr in Vorarlberg den Besitzer. Das waren im Zehnjahresrückblick so wenige wie noch nie. Im Vergleich zu 2019 entspricht das einem Rückgang von 15,4 Prozent. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2015 sogar von 30,1 Prozent. Dafür gingen aber die Preise weiter nach oben. Das zeigt der Gesamtumsatz. Denn hier betrug der Rückgang zu 2019 laut Zahlen des Remax-Immobilienspiegels nur 0,7 Prozent.
Im Schnitt 526.342 Euro
Das Einfamilienhaus in Vorarlberg kostete 2020 nämlich im Schnitt 526.342 Euro und damit um 12,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit wurde zum ersten Mal die Marke von einer halben Million Euro überschritten. Die höchste Preissteigerung verzeichnete der Bezirk Bregenz mit einem Plus von über 27 Prozent. Somit liegt Bregenz im österreichweiten Ranking der Bezirke außerhalb Wiens hinsichtlich Durchschnittspreisen auf Rang vier hinter Kitzbühel sowie den Landeshauptstädten Innsbruck und Salzburg. Dornbirn folgt auf Platz fünf, Feldkirch auf Rang acht, und Bludenz noch immer auf dem fünfzehnten Rang.
„Vorarlberg generell, aber vor allem die Landeshauptstadt und die „Hofsteig“-Gemeinden Hard, Lauterach, Wolfurt, Schwarzach, Bildstein und Buch bieten alle Zutaten für enorm hohe Immobilienpreise: die Seenähe und damit den Freizeitwert, ein Kulturangebot, eine extrem günstige Verkehrslage, dazu Platzmangel und jede Menge Industrie-Weltmarktführer und Hidden Champions, die enorme Wirtschaftsleistung und Kaufkraft produzieren“, resümiert Reinhard Götze von Remax-Immowest Vorarlberg.
Kaum „Günstiges“ dabei
„Billige“ Einfamilienhäuser gibt es in Vorarlberg eigentlich nicht. Denn selbst im preisgünstigsten Bezirk Bludenz kosteten drei von vier Einfamilienhäusern mehr als 317.500 Euro. Das gehobene Segment an Einfamilienhäusern beginne in Bludenz bei 530.000 Euro, in Feldkirch bei 600.000 Euro, in Bregenz bei 711.250 Euro und in Dornbirn bei 725.000 Euro. VN-reh