Wirtschaft aktuell

Markt / 08.07.2021 • 22:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Volkswagen-Konzern muss wie BMW eine Millionenstrafe bezahlen. AFP
Der Volkswagen-Konzern muss wie BMW eine Millionenstrafe bezahlen. AFP

EZB gewährt sich mehr Flexibilität

Frankfurt Europas Währungshüter verschaffen sich beim Thema Inflation mehr Spielraum. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt künftig für den Euroraum eine jährliche Teuerungsrate von zwei Prozent an, wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte. Das ist zwar etwas höher als die bisher veranschlagten „unter, aber nahe zwei Prozent“. Zugleich jedoch wird die EZB bei ihrem Bestreben, mittelfristig Preisstabilität im Währungsraum der 19 Staaten sicherzustellen, künftig zumindest zeitweise „moderat über dem Zielwert“ liegende Inflationsraten akzeptieren. Mit einem solchen „symmetrischen“ Inflationsziel ist die Notenbank nicht mehr unmittelbar zum Reagieren gezwungen, sollten die
Inflationsraten zeitweilig nach oben oder nach unten von dem prozentualen Ziel abweichen.

Rekordstrafe

Brüssel Volkswagen und BMW müssen im seit Jahren laufenden EU-Kartellverfahren tief in die Tasche greifen. Wegen rechtswidriger Absprachen zu AdBlue-Tanks für die Abgasreinigung soll BMW knapp 373 Mill. Euro zahlen, Volkswagen gut 502 Mill. Euro, wie die Kommission am Donnerstag mitteilte. Daimler kommt dank Kronzeugenregelung ohne Buße davon.