Altersvorsorge von deutschen Vorständen immer üppiger

Markt / 08.08.2021 • 18:41 Uhr

Frankfurt/Main Deutschlands DAX-Konzerne haben Milliarden für den Ruhestand ihrer Spitzenmanager reserviert. Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder summierten sich Ende 2020 bereits auf knapp 3,5 Mrd. Euro, wie eine Auswertung ergibt.

Die Tendenz ist steigend

Spitzenreiter ist der VW-Konzern, dessen Ex-Vorstände Anspruch auf Altersbezüge in Höhe von 396 Mill. Euro haben, gefolgt von Daimler mit 362 Mill. Euro. Addiert man die bereits erworbenen Ansprüche der derzeit aktiven DAX-Vorstände, kommen weitere gut 430 Mill. Euro hinzu. Die Gesamtsumme ist noch höher, da nicht alle Unternehmen Angaben zur Altersvorsorge für ihre Spitzenkräfte machen, so Linde und die Munich Re. Auch ist die Altersvorsorge nach unterschiedlichen Bilanzierungsmethoden ausgewiesen. Dabei sind die Vorstandsgehälter so hoch, dass die Spitzenmanager durchaus auf eigene Kosten für den Lebensabend vorsorgen könnten. VW-Chef Herbert Diess etwa bekam im vergangenen Jahr 7,7 Mill. Euro.

Als Begründung für die üppige Altersvorsorge dient häufig das Argument, dass es andere Unternehmen auch so machen. Das Vergütungssystem legt der  Aufsichtsrat fest.