Ernteausfälle machen Kaffee teurer

Auch knappe Transportkapazitäten sind ein Preistreiber.
London Kaffeetrinker müssen für die tägliche Dosis Koffein demnächst mehr Geld auf den Tisch blättern. Durch Ernteausfälle im wichtigen Exportland Brasilien und knappe Transportkapazitäten kommen immer weniger geröstete Bohnen bei den Verbrauchern an. Brasilien wird derzeit von einer Kältewelle heimgesucht, deren genaues Ausmaß sich noch nicht abschätzen lässt. Davor waren die Pflanzungen bereits durch die schlimmste Dürre seit 91 Jahren geschwächt worden. Stirbt ein Kaffeebaum ab, dauert es mindestens sieben Jahre, bis ein neuer ähnlich viele Bohnen produziert. Vor diesem Hintergrund hatten die Preise für Kaffee der Sorten Arabica und Robusta-Kaffee Ende Juli die höchsten Stände seit drei Jahren erreicht.
Dem brasilianischen Branchenverband Abic zufolge müssen die dortigen Röster bereits 80 Prozent mehr für rohe Kaffeebohnen zahlen als zum Jahreswechsel. „Historisch spiegeln sich signifikante Preisveränderungen in den Marktpreisen für Verbraucher wider“, konstatiert der Kaffeekonzern JDP Peet‘s, zu dem die Marke „Jacobs Kaffee“ gehört. Dies werde voraussichtlich auch diesmal der Fall sein. Weil die Coronavirus-Pandemie die internationalen Lieferketten durcheinandergewirbelt hat, fehlen in einigen Teilen der Welt Container.