Weshalb der Tourismus dem ÖGB Bashing vorwirft

Markt / 13.08.2021 • 09:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Weshalb der Tourismus dem ÖGB Bashing vorwirft
ourismussprecher Markus Kegele fordert zur Zusammenarbeit auf. VN/Sams

Tourismusvertreter wehren sich gegen ÖGB-Vorwürfe.

Feldkirch Jammerei wirft der Vorarlberger ÖBG-Vorsitzende Reinhard Stemmer der Gastronomie und Hotellerie in Zusammenhang mit dem Personalmangel vor und fordert bessere Arbeitsbedingen (die VN berichteten). Das geht den Branchenvertretern zu weit. Sie erwarten sich, so betonen sie, „statt Negativ-Bashing über die Medien mehr Unterstützung vonseiten der Gewerkschaft“. „Wenn wir weitere Verbesserungen in der Branche für unsere Mitarbeitenden herbeiführen wollen, muss es mehr konstruktive Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften geben. Regelmäßige Kritik am Tourismus bringt uns nicht weiter“, reagiert Tourismus-Spartenobmann Markus Kegele auf die Aussagen. Der Zuger Hotelier Joschi Walch spricht konkret eine Unterstützung der Gewerkschaft bei der Lohnnebenkostensenkung an: „Mitarbeitende, die am Wochenende arbeiten, sollten belohnt und nicht bestraft werden. Wochenendstunden müssen endlich steuerfrei sein“, sagt Walch.

Den vom Vorarlberger ÖGB-Chef Stemmer erhobenen Vorwurf schlechter Arbeitsbedingungen will auch der Lecher Hotelier Johannes Pfefferkorn nicht stehenlassen. „Ja, der Tourismus ist speziell, hat besondere Arbeitszeiten, ohne die den Gästen die gewünschte Leistung nicht erbracht werden kann. Aber es gilt auch die Vorteile von diversen Sachbezügen wie Kost und Logis zu sehen. Hier wäre steuertechnisch definitiv mehr drin. Zudem gibt es klare kollektivvertragliche Vereinbarungen. Viele Betriebe im Land entlohnen aber darüber hinaus.“

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