Kreativnetzwerk statt fixem Team

Markt / 11.11.2021 • 22:06 Uhr

Sergej Kreibich stellt seine Agentur gobiq auf neue Beine.

Dornbirn Mit seiner Kommunikationsagentur gobiq betreut Sergej Kreibich namhafte Kunden und Projekte wie die Stickermania von Spar Österreich, die Hypo Vorarlberg, Frastanzer oder skinfit. Nun geht der Kreative neue Wege. Ab 1.1.2022 wird er als Netzwerk-Agentur arbeiten. Das heißt, vom aktuell zwölfköpfigen Team bleiben nur Kreibich und seine Frau. Der größte Teil der Mitarbeiter macht sich selbstständig und arbeitet dann auch für gobiq. Für den anderen Teil sei das Ziel, sie in andere Agenturen gut unterzubringen. Für Kreibich ist die neue Struktur eine Antwort auf die Entwicklungen unserer Zeit. Als Netzwerk-Agentur könne man flexibler arbeiten. So wird künftig für jedes Projekt ein individuelles Team aus Experten zusammengestellt.

Beweggründe für diesen Schritt gebe es mehrere, sagt er im VN-Gespräch. „Einige Mitarbeiter haben bewusst nach Selbstständigkeit gestrebt. Zudem hat sich der Markt geändert. Unternehmen haben mittlerweile eigene Grafikabteilungen und suchen Spezialisten. Dazu kam die Situation, dass sich meine Führungsmannschaft, mit der ich meine Nachfolge geplant hatte, aufgelöst hat.“

Wirtschaftliche Gründe habe der Schritt indes nicht. „Wir waren auch im Coronajahr 2020 wirtschaftlich erfolgreich. Genauso ist es heuer. Viele Unternehmen haben die Zeit genutzt, an ihrer Marke und Strategie zu arbeiten“, so Kreibich, der am Campus V in ein kleineres Büro umzieht.

Die bestehenden Kunden werde man weiter betreuen. „Das geht auch in einer Netzwerkstruktur“, sagt Kreibich. Für Kunden seien vielmehr Vertrauen und Beratungskompetenz entscheidend. Die Rückmeldungen seien bislang jedenfalls absolut positiv.

Dass die Netzwerkstruktur Zukunft hat, davon ist der Kreativ-Unternehmer fest überzeugt. „Die Agenturlandschaft wird sich in den kommenden Jahren massiv verändern“. VN-reh

„Wir stellen für die jeweiligen Projekte individuelle Teams aus Experten zusammen.“