Trotz Inflation Vertrauen in den Euro

Markt / 02.01.2022 • 18:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Einführung des Euro fand in Österreich am 1. Jänner 2002 statt.APA
Die Einführung des Euro fand in Österreich am 1. Jänner 2002 statt.APA

Volkswirte sehen den Preissprung als nur vorübergehend.

Frankfurt Der sprunghafte Anstieg der Inflation wird nach Einschätzung von Volkswirten das Vertrauen in die Stabilität des Euro nicht erschüttern. Ein Großteil des Preissprungs wird sich 2022  abschwächen.

Dennoch sollten sich Verbraucher auf tendenziell höhere Inflationsraten einstellen, meinen die Experten in einer Umfrage. Die Ökonomen mahnen die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes, um die Teuerung nicht noch anzuheizen.

„Der Euro hat sich über 23 Jahre als starke und stabile Währung erwiesen, eine temporäre Erhöhung der Inflation wird dieses Vertrauen nicht zerstören“, ist der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, überzeugt. „Aber die Politik muss den Euro achten und sollte nicht versuchen, den Euro und Europa zum Sündenbock für eigene Fehler zu machen.“

„Der aktuelle Anstieg der Inflation sollte nicht das Vertrauen in die Stabilität des Euro gefährden“, meint ING-Deutschland-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. „Denn der Anstieg der Inflation kommt ja vor allem aus externen Faktoren wie Lieferengpässen, Post-Lockdown und Energiepreisen.“

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