Getzner Werkstoffe mit stabiler Nachfrage

Markt / 04.04.2022 • 19:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein Getzner-Projekt im Großraum Peking: Hier werden insgesamt 21.500 Quadratmeter Gebäudefläche vor Vibrationen und Erschütterungen geschützt. getzner
Ein Getzner-Projekt im Großraum Peking: Hier werden insgesamt 21.500 Quadratmeter Gebäudefläche vor Vibrationen und Erschütterungen geschützt. getzner

Umsatzplus von 27 Prozent im vergangenen Jahr. Mehrkosten in Millionenhöhe führen zu Preisanpassungen.

Bürs Getzner Werkstoffe, Spezialist für Schwingungsschutz, meldet eine positive Geschäftsentwicklung: Das Unternehmen verzeichnete im vergangenen Jahr 2021 einen Umsatz von 134 Millionen Euro – das entspricht einer Steigerung von 27 Prozent gegenüber 2020.

Zweistellig

Das zweistellige Wachstum sei zu einem Teil auf Preissteigerungen aufgrund von Rohstoffteuerung zurückzuführen, mehr noch aber sei es das Ergebnis einer anhaltend hohen Nachfrage nach Schwingungsschutz-Lösungen. „Wir befinden uns in herausfordernden Zeiten, trotzdem sind wir zuversichtlich. Gerade globale Zukunftsthemen wie der Ausbau des Schienenverkehrs oder eine nachhaltige Stadtentwicklung, erfordern einen innovativen Erschütterungsschutz. Deshalb sind uns die meisten Abnehmer in den Märkten treu geblieben – auch in volatilen Zeiten wie diesen, das ist sehr wichtig“, erklärt Jürgen Rain­alter, Geschäftsführer von Getzner Werkstoffe.

Durch die weitere Verknappung von Rohstoffen und massive Preissteigerungen sei Getzner allerdings gezwungen, die Preise für die Produkte anzupassen. „Wir sind mit Mehrkosten in Millionenhöhe konfrontiert, kriegsbedingt hat sich die Situation aktuell sogar noch verschärft. Wir sehen aber auch, dass es vielen anderen Unternehmen ähnlich ergeht, und hoffen auf das Verständnis unserer Kunden“, erklärt Jürgen Rainalter.

Elf Millionen investiert

Investiert wurden im vergangenen Jahr rund elf Millionen Euro. Neben der Digitalisierung der Prozesse standen dabei die Internationalisierung und die nachhaltige Energieversorgung im Fokus: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unseren Energiebedarf aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Die Energieversorgung erfolgt daher schon heute zu einem großen Teil über unser Kleinwasserkraftwerk und die Photovoltaik-Anlage auf dem 2021 eröffneten Erweiterungsbau“, erklärt Rainalter.

Zudem soll das Unternehmen im Rahmen eines neuen Strategieprozesses noch besser auf das angestrebte internationale Wachstum und die sich ändernden Marktbedingungen vorbereitet werden. Im Zuge dessen kam es auch bereits zu einigen Änderungen. So wurden Abteilungen synergiebedingt zusammengelegt, andere wiederum sind neu entstanden, weshalb auch aktuell neue Mitarbeiter zusätzlich zu den bestehenden 490 Beschäftigten gesucht werden.

„Unser Ziel ist es, den Energiebedarf aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen.“

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