Holz: Klimaschutz sorgt für gute Auftragslage

Markt / 27.04.2022 • 19:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Zukunft des Vorarlberger Holzbaus war Thema beim Holzbautag im Peterhof. FA/Sutter
Die Zukunft des Vorarlberger Holzbaus war Thema beim Holzbautag im Peterhof. FA/Sutter

Erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für regionales Holzwerkstoff-Werk präsentiert.

Furx Bei der Auswahl des richtigen Tagungsortes tun sich die Vorarlberger Holzbauer nicht schwer – gerade in den letzten Jahren sind einige Referenzbauten entstanden, die zeigen, was Holz kann. Heuer war der Peterhof in Furx Ort des Holzbautages, an dem rund 90 Zimmerer, Architekten, Säger , Forstleute und Holz- bzw. Baustoffhändler teilgenommen haben, um sich über die aktuelle Auftragslage, vor allem aber über die Zukunft des Holzbaus kundig zu machen.

Für viele Zimmerer wird es gar nicht so einfach gewesen sein, sich den Tag freizuschaufeln. Denn die Auftragsbücher sind voll und zwar in allen Bereichen, wie Innungsmeister Manuel Feuerstein und Holzbau-Kunst-Obmann Werner Flatz zu berichten wussten. Erfreuliches Detail: Die hohe Nachfrage gibt es in allen Bereichen, in denen die Vorarlberger Zimmerer tätig sind. Doch das Auftragshoch ist auch Ursache für Sorgenfalten. Denn Lieferketten und Materialengpässe sind nach einer kurzfristigen Entspannung wieder ein Thema. „Der Ukraine-Krieg stellt auch den Holzbau in Vorarlberg vor neue Herausforderungen.“ Doch nun, so die Obleute der Innung und der Holzbaukunst, sei die Bewältigung der anfallenden Aufträge und nicht mehr deren Beschaffung das große Thema.

Produktionswerk im Land

Umso spannender war für die Branche deshalb die Präsentation erster Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für ein eigenes regionales Produktionswerk für Holzwerkstoffe im Land. In Auftrag gegeben wurde die Studie zu einer eigenen Produktion, die Vorarlbergs Holzwirtschaft unabhängiger von den großen nationalen und internationalen Produzenten machen soll, vom Land. Studienautor Stefan Grabher gibt solchen Plänen eine Chance, vergaß aber auch nicht zu erwähnen, dass das Projekt „eine große unternehmerische Kraftanstrengung aller Beteiligten der Wertschöpfungskette Holz erfordert“.

Start der Transformation

Die Nachfrage nach dem Baustoff Holz zieht international an, denn weltweit haben Projektentwickler erkannt, dass Holz ein geeignetes Mittel im Kampf gegen den Klimawandel ist. Das war auch Thema des Referates des Schweizer Holzbauunternehmers Pirmin Jung, der dazu aufforderte, im Sinne von Reduce, Re-Use und cradle to cradle entwickeln. Die Branchenvereinigung Vorarlberger Holzbaukunst habe, so Obmann Flatz, diesbezügliche Beschlüsse gefasst und starte die Transformation. VN-sca