Mehr Kredite, mehr Gewinn: Vorarlberger Bank zieht erfolgreiche Bilanz

Markt / 09.05.2022 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Vorarlberger Bank erzielte im vergangenen Jahr eine sehr erfreuliche Bilanz. <span class="copyright">vn</span>
Die Vorarlberger Bank erzielte im vergangenen Jahr eine sehr erfreuliche Bilanz. vn

Zuwächse in allen relevanten Geschäftsbereichen.

Dornbirn Das vergangene Jahr endete mit einer sehr erfreulichen Bilanz. In allen relevanten Geschäftsbereichen – Betriebsergebnis, Kundengelder, Kredite – konnten Zuwächse erzielt werden.

Entsprechend zufrieden sind die Vorarlberger Sparkassen. Die Gründe liegen für Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, einerseits in der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen und andererseits in der Tatsache, dass die vielfach erwartete Insolvenzwelle ausblieb. Dadurch blieben die Risikokosten niedrig. Am Ende stand ein Betriebsergebnis von 57,7 Millionen Euro (+11,6 %). „Unsere Bilanzsumme überschritt erstmalig die 7-Milliarden-Grenze“, resümiert Jäger.

Nachhaltig ist gefragt

Die verwalteten Kundengelder stiegen 2021 auf 7,2 Milliarden Euro (+11,6 %). Dabei zählten die fünf Vorarlberger Sparkassen insgesamt 12.000 neue Kunden. Zudem verzeichnete man ein gestiegenes Interesse an nachhaltigen Geldanlagen. Aus diesem Grund habe man, so Jäger, die Wertpapierberater in dieser Thematik zusätzlich weitergebildet. Auch hausintern verfolgt man nachhaltige Ziele. So haben nun alle Vorarlberger Sparkassen mit dem Aufbau von Umweltmanagementsystemen begonnen und streben dafür die von der Landesregierung vergebene Ökoprofit-Zertifizierung an.

Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. <span class="copyright">SPK</span>
Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. SPK

Zuwachs gab es im vergangenen Jahr auch bei den Spareinlagen, konkret um 3,7 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Zählt man die Giroeinlagen hinzu, sind es 5,8 Milliarden Euro (+9 %).

Mehr Kredite

Wachstum gab es auch bei den Krediten. So verzeichneten die Sparkassen in Vorarlberg ein Neukreditvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden Euro. Davon flossen 627,8 Millionen Euro in 2904 neue Wohnfinanzierungsprojekte. Dabei zeige sich nun deutlich ein Trend zu längerfristigen Fixzinsvereinbarungen.

V. l. n. r.: Martin Jäger (Sprecher der Vorarlberger Sparkassen und Vorstand Dornbirner Sparkasse), Wolfgang Eichler (Vorstand Sparkasse Bludenz), Anton Steinberger (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Feldkirch), Gerhard Lutz (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Bregenz), Hermann Bachmann (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Egg) und Harald Giesinger (Vorstandsvorsitzender Dornbirner Sparkasse). <span class="copyright">Matthias Rhomberg</span>
V. l. n. r.: Martin Jäger (Sprecher der Vorarlberger Sparkassen und Vorstand Dornbirner Sparkasse), Wolfgang Eichler (Vorstand Sparkasse Bludenz), Anton Steinberger (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Feldkirch), Gerhard Lutz (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Bregenz), Hermann Bachmann (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Egg) und Harald Giesinger (Vorstandsvorsitzender Dornbirner Sparkasse). Matthias Rhomberg

Folgen nicht abschätzbar

Für heuer war man Anfang des Jahres noch optimistischer als aktuell. Sah man zunächst volle Auftragsbücher und optimistische Wachstumsprognosen, hat sich die Lage durch den Ukraine-Krieg deutlich verändert. „Die durch die russische Invasion in ein Nachbarland geopolitisch höchst angespannte Situation, das Leid der Menschen in der Ukraine, unterbrochene Lieferketten, die sichtbar gewordene Abhängigkeit vom Import russischer Energieträger sowie deutlich spürbare Verteuerungen in den wesentlichen Warengruppen dämpfen nun den Ausblick“, so Jäger. Denn die Konsequenzen des Krieges für Europa und die Weltwirtschaft seien noch nicht absehbar. Dennoch ist er zuversichtlich. Die Sparkassen hätten eine gute Kapitalausstattung und Liquiditätssituation sowie zusätzlich gefüllte Sicherheitstöpfe. Das ermögliche es, auch die aktuellen Herausforderungen zu meistern.