Vorarlberg kauft sich einen Gasspeicher

Markt / 17.05.2022 • 14:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

“7Fields” wird ein Viertel des Bedarfs an Erdgas abdecken.

bregenz Die Versorgung mit Erdgas ist angesichts des Ukraine-Kriegs gefährdet. Deshalb gilt es, neue Strategien zu entwickeln, damit es nicht zu Engpässen kommt. Neben langfristigen wie jene, die Abhängigkeit von russischem Gas weitestgehend zu reduzieren, sind auch kurz- und mittelfristige Lösungen gefragt.

Vorarlberg baut sich deshalb nun ein weiteres Standbein auf und hat sich beim Erdgasspeicher „7Fields“, situiert zwischen Salzburg und Oberösterreich, ein Speichervolumen gesichert. Betreiber ist das österreichische Energiespeicherunternehmen RAG Austria AG.

Wieso die Wahl auf „7Fields“ fiel? Der Speicher ist an das deutsche Fernleitungsnetz angebunden und von diesem aus wird Vorarlberg beliefert. „Wir hängen am deutschen Netz und haben keine direkte Leitung zu österreichischen Speichern“, betont Landeshauptmann Markus Wallner.

Für eine Laufzeit von drei Jahren wurde ein Speichervolumen von 500 Gigawattstunden (GWh) gesichert. Von dort aus fließt das Gas dann über deutsche Leitungen nach Vorarlberg. Die Speicherung beginnt mit 1. Juni.

Das Volumen entspricht in etwa einem Viertel des Vorarlberger Bedarfs an Erdgas. Der Vertrag mit „7Fields“ löst somit nicht alle Probleme, sei aber, so Wallner, ein hilfreicher Schritt. Zudem decke man sich laufend am Terminmarkt ein und auch der Bund wolle eine strategische Gasreserve aufbauen. Allerdings müsse die Lieferung nach Vorarlberg funktionieren.