Welche Firma die Gleichstellung massiv forciert

Markt / 11.06.2022 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Knapp 500 Mitarbeitende zählt das Nenzinger Unternehmen. Ziel ist es, dass in absehbarer Zeit 25 Prozent davon Frauen sind. <span class="copyright"> FA/Matthias Rhomberg</span>
Knapp 500 Mitarbeitende zählt das Nenzinger Unternehmen. Ziel ist es, dass in absehbarer Zeit 25 Prozent davon Frauen sind.  FA/Matthias Rhomberg

Hydro Nenzing setzt auf Beratung von Ministerium und Europäischen Sozialfonds.

Nenzing, Wien Der Arbeitskräftemangel macht auch vor Vorarlbergs Industrie nicht Halt. Das spürt auch das Aluminium-Strangpresswerk Nenzing. Es zählt zu den leistungsstärksten Werken der Hydro Extrusion in ganz Europa. Doch damit das so bleibt, braucht es ausreichend Arbeitskraft. Deshalb setzt Hydro Nenzing Akzente bei der Gleichstellung der Geschlechter. Ziel ist es aein Frauenanteil von 25 Prozent im Unternehmen zu erreichen.

Um diesem Ziel näher zu kommen, hat sich Hydro Nenzing externe Unterstützung geholt: Das vom Europäischen Sozialfonds und dem Bundesministerium für Arbeit finanzierte Beratungsangebot „100 Prozent – Gleichstellung zahlt sich aus“ hat das Unternehmen dabei unterstützt, Herausforderungen und förderliche Rahmenbedingungen zu identifizieren und eine umfassende Diversitätsstrategie zu entwickeln. Zwei konkrete Zielsetzungen standen dabei, so Personalleiter Mike Ferlemann, im Fokus und werden weiterentwickelt: die Etablierung einer familienfreundlichen Unternehmenspolitik sowie ein ausgewogenes Angebot an Karrieremöglichkeiten für Frauen und Männer. Hydro Nenzing antworte mit diesen Zielen auf den Bedarf in der Region und “motiviert als Impulsgeber hoffentlich auch weitere Unternehmen, sich mit dem Thema betriebliche Gleichstellung nachhaltig auseinanderzusetzen.”

Hydro-Personalleiter Mike Ferlemann treibt Gleichstellung voran.
Hydro-Personalleiter Mike Ferlemann treibt Gleichstellung voran.

Wer langfristig innovativ sein will, kann stark von Gleichstellung und Inklusion profitieren: “Je mehr unterschiedliche Blickwinkel, Erfahrungen und Ideen einfließen, umso ganzheitlicher können neue Ideen weiterentwickelt werden. Diesen Ansatz hat Hydro Nenzing verinnerlicht: „Unser Ziel ist es, ein vielfältiges und inklusives Arbeitsklima zu schaffen, damit sich alle Mitarbeitenden respektiert und eingebunden fühlen und mehr Innovation, Ideen und Offenheit entstehen können. Wir sind davon überzeugt, dass wir nur so langfristig erfolgreich sein können. Wir sehen Gleichstellung nicht als Summe von Einzelmaßnahmen, sondern als Reise, die bei jeder Entscheidung mitgedacht werden muss. Dafür verpflichten wir uns, stetig an unserer Haltung und unserem Bewusstsein zu arbeiten und Diversität und Inklusion immer wieder in den Fokus zu rücken.“, so Hydro-Personalleiter Ferlemann.

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