Deutschland hat Chancen als Batteriezellzentrum

Markt / 17.07.2022 • 17:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Eine Technikerin betreut die Batterieherstellung im Forschungszentrum.
Eine Technikerin betreut die Batterieherstellung im Forschungszentrum.

Ein Viertel der europäischen Produktion ist bis 2030 möglich.

KarlSruhe Ein Viertel der vorhergesagten europäischen Produktionskapazitäten von Batteriezellen könnte bis zum Ende des Jahrzehnts von Deutschland abgedeckt werden. Das geht aus einer Datenanalyse von Forschern des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe hervor. Die Experten haben dafür die Pläne und Ankündigungen von mehr als 40 Unternehmen weltweit unter die Lupe genommen, die in Europas Batteriefabriken aufbauen wollen. Auf dieser Grundlage seien dann möglichst realistische Szenarien entwickelt worden, sagte Batterieforscher Lukas Weymann. Die Auswertungen zeigten, dass sich die Produktionskapazitäten in Europa bis 2025 voraussichtlich auf mehr als 500 Gigawattstunden (GWh) vervier- und bis 2030 sogar auf bis zu 1,5 Terawattstunden (TWh) verzehnfachen. Damit würde sich bis Ende des Jahrzehnts ungefähr ein Viertel der global angekündigten Kapazitäten in Europa befinden.