Euro-VI-Lkw unter der Lupe

Markt / 04.09.2022 • 18:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Konstantin Weller von der TU Graz präsentierte im Rahmen der Fachgruppentagung der Vorarlberger Güterbeförderer in Bregenz aktuelle Forschungsergebnisse. wkv/L.Mathis
Konstantin Weller von der TU Graz präsentierte im Rahmen der Fachgruppentagung der Vorarlberger Güterbeförderer in Bregenz aktuelle Forschungsergebnisse. wkv/L.Mathis

Bregenz Lkw gelten in der öffentlichen Wahrnehmung aus ökologischer Sicht nicht immer als Musterschüler. Nun haben Messungen der Technischen Universität Graz ergeben, dass Euro-VI-Lkw nur minimale Feinstaubemissionen freisetzen. Die Partikelemissionen würden weit unter den derzeit gültigen Grenzwerten liegen. „On Board-Messungen im realen Straßenverkehr zeigen, dass die ersten Generationen von Euro-VI-Fahrzeugen Stickoxid um 85 Prozent im Vergleich zu Euro V reduzieren. Die neuesten Fahrzeuge, die die Emissionsstufe Euro VI D und E erfüllen, verringern die Stickoxidemissionen nochmals um circa 57 Prozent“, sagt Konstantin Weller vom Institut für Thermodynamik und nachhaltige Antriebssysteme der TU Graz. „Mit Inkrafttreten von Euro 7 – voraussichtlich 2026 oder 2027 – werden die Schadstoffemissionen neuer Lkw, egal mit welchem Antrieb, keinen nennenswerten Umwelteinfluss haben“, verdeutlicht Weller. Großes Potenzial sieht das Forscherteam indes in den E-Fuels. Damit könne der Dieselmotor auch in Zukunft eine wichtige und klimaneutrale Antriebsart von schweren Nutzfahrzeugen sein.

Für Michael Zimmermann, Sprecher der Güterbeförderungsgewerbe in Vorarlberg, zeigen die Ergebnisse, dass Lkw zu Unrecht ein schlechter Ruf anhafte. „Uns allen ist Umwelt- und Klimaschutz ein großes Anliegen, und wir möchten unseren Beitrag zu einer vernünftigen Klimabilanz leisten.“ Dazu brauche es auch eine offene Diskussion rund um die verschiedenen Technologien.