Wie die Herbstlohnrunde eingeläutet wurde

Markt / 19.09.2022 • 17:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Gewerkschaftsvertreter (linke Seite) konfrontierten Unternehmer (rechts, Verhandlungsführer Collini in der Mitte) mit zweistelliger Forderung.  <span class="copyright">APA/Fohringer</span>
Gewerkschaftsvertreter (linke Seite) konfrontierten Unternehmer (rechts, Verhandlungsführer Collini in der Mitte) mit zweistelliger Forderung.  APA/Fohringer

Metaller-KV: Gewerkschafter fordern 10,6 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

Wien, Hohenems Die Gewerkschaften haben am Montag die Herbstlohnrunde mit einer Forderung nach einem Lohn- und Gehaltsplus von 10,6 Prozent für die Metalltechnische Industrie eingeleitet. „Es geht jetzt auch darum, die Kaufkraft der Menschen zu stärken. Die Gewerkschaften werden keinen Reallohnverlust zulassen. 10,6 Prozent mehr sind daher eine richtige Forderung“, sagte der aus Schruns stammende GPA-Geschäftsführer und Chefverhandler Karl Dürtscher. „Es braucht hier keinen Zauberstab“, meinte er.

Arbeitgeber halten dagegen

Weitere Forderungen der Gewerkschaften sind: 1000 Euro für Lehranfänger, ein neuer Zuschlag für Samstagsarbeit, die Anhebung des Überstundenzuschlages für die zehnte Arbeitsstunde und eine leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche.

Wenig erfreut zeigte sich Arbeitgebervertreter Christian Knill über die Lohnforderung von GPA und PRO-GE. Diese seien „unvernünftig und überzogen“, man dürfe nicht vergessen, dass ein Drittel der 1200 Betriebe keine Gewinne mache. Und er sprach sich indirekt für Einmalzahlungen beim Kollektivvertrag (KV) aus. Diese steuerbefreite Möglichkeit nicht zu nützen wäre „ein Schwachsinn“, sagte der Obmann des Fachverbandes der Metalltechnischen Industrie (FMTI). Wie in den vergangenen Jahren wird der Hohenemser Industrielle Johannes Collini die Verhandlungen auf Unternehmerseite leiten. Mit den eigentlichen Verhandlungen geht es erst übernächsten Montag los.