Wieso europäische Aluhersteller unter Druck geraten

Markt / 10.10.2022 • 20:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Speedline Aluminium in Schlins ist eines der modernsten Umschmelzwerke in Europa und sieht sich einer starken chinesischen Konkurrenz gegenüber. <span class="copyright">VN</span>
Speedline Aluminium in Schlins ist eines der modernsten Umschmelzwerke in Europa und sieht sich einer starken chinesischen Konkurrenz gegenüber. VN

Strangpressbolzen-Hersteller Alu-met sieht Nachfrage-Einbruch.

Schlins, Nüziders Die auf die Herstellung von und den Handel mit Aluminium-Strangpressbolzen spezialisierte und international tätige Alu-met GmbH registriert eine mehr oder minder deutlich abzeichnende Verringerung der Nachfrage.

Wie Geschäftsführer Gerhard Anger erklärt, mache sich nach vergleichsweise starken Quartalen gerade in der Bauindustrie im vierten Quartal 2022 eine „schwache Nachfrage“ bemerkbar. Gleiches gelte für die Maschinenbau-Branche. „Bei den Automobilherstellern sprechen wir eher von einem noch punktuellen Rückgang je nach Hersteller. Weiterhin stark ist unterdessen der Bedarf von Aluminium-Produkten zur Herstellung von Photovoltaik-Anlagen“, so Anger. Grundsätzlich rechne Alu-met über alle Absatzkanäle hinweg im vierten Quartal 2022 und im ersten Quartal 2023 mit einem „deutlichen Einbruch“ und mit einer „Korrektur“. „Wir hoffen auf eine Normalisierung ab dem zweiten Quartal 2023. Voraussetzung dafür ist, dass die Energiepreise in Europa im internationalen Vergleich wieder wettbewerbsfähig und planbar werden.“ In diesem Zusammenhang warnt er auch davor, dass man sich wegen der deutlichen Preisunterschiede und drohnender weiterer Russland-Sanktionen in eine Abhängigkeit von Herstellern in Asien, konkret China begebe.

Alu-met betreibt zwei Werke in Schlins (Speedline Aluminium) und Nachrodt (D). 

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