So machen Betriebsräte jetzt Druck auf Arbeitgeber

Markt / 14.10.2022 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Betriebsräte der Metallindustrie gaben sich bei ihrer Versammlung in Koblach kampfbereit. <span class="copyright">ÖGB</span>
Die Betriebsräte der Metallindustrie gaben sich bei ihrer Versammlung in Koblach kampfbereit. ÖGB

Metaller-KV: Vorarlberger Betriebsräte stimmen sich ab und sind kampfbereit.

Koblach Am Montag gehen die KV-Verhandlungen für die Metalltechnische Industrie in die nächste Runde. Bei Vorarlberg LIVE hat bereits der Sprecher der Unternehmen, Christian Knill, angekündigt, dass es nicht die letzte Runde sein wird.

Am Freitag waren bei der Betriebsräteversammlung in Koblach auch der Vorarlberger Pro-GE-Obmann Wolfgang Fritz und GPA-Chefverhandler Karl Dürtscher davon überzeugt, dass es keine Einigung gibt. “Wir haben für Mittwoch, Donnerstag und Freitag in allen betroffenen Unternehmen Betriebsversammlungen”, so Fritz, “die Bereitschaft dafür war noch nie so groß wie heuer.”

Karl Dürtscher und Wolfgang Fritz informierten am Freitaig die Betriebsräte über den aktuellen Stand der Verhandlungen und diskutierten mit ihnen die weitere Vorgangsweise. <span class="copyright">ÖGB/Vondrak</span>
Karl Dürtscher und Wolfgang Fritz informierten am Freitaig die Betriebsräte über den aktuellen Stand der Verhandlungen und diskutierten mit ihnen die weitere Vorgangsweise. ÖGB/Vondrak

Dürtscher gibt Knill eine Absage, was Einmalzahlungen betrifft, “das ist nicht nachhaltig, aber die Inflation ist nachhaltig”, argumentiert er und kritisiert, dass die Unternehmen “ihre Gewinne zu 80 Prozent ausschütten” und nicht investieren. “Die Stimmung ist kämpferisch”, betont Wolfgang Fritz und berichtet, dass jeden Tag Mitarbeiter bei ihm anklopfen, weil sie mit ihrem Gehalt nicht mehr zurande kommen.

“So schlimm war es noch nie”, sagt er. Ein Anteil an den Gewinnen stünde den Arbeitnehmern zu, denn “sie haben in den vergangenen zwei Jahren Tag und Nacht gearbeitet.” Dürtscher unterstreicht: “Wir wollen für die Arbeitnehmer jetzt den Anteil am Gewinn haben, der ihnen zusteht.”

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