Kein Unbekannter: Razzia bei Investor in Liechtenstein
Vaduz Nachdem bekannt wurde, dass Ende Oktober in Liechtenstein, der Schweiz und Österreich wegen des Verdachts auf Betrug und Geldwäsche mehrere Liegenschaften eines in Liechtenstein ansässigen Investors durchsucht wurden, berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg News nun, dass es sich um einen 44-jährigen deutschen Unternehmer handeln soll, dessen Firma den Sitz in Vaduz hat.
Hintergrund der Hausdurchsuchungen sei laut Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen schweren Betrugs, betrügerischen Konkurs, Untreue, Geldwäscherei und weitere strafbare Handlungen. Das Verfahren sei aufgrund mehrerer Anzeigen mutmaßlich Geschädigter eingeleitet worden und werde gegen mehrere Personen geführt.
Indische Airline
Der Deutsche sei kein Unbekannter. Zu seinen Investments zählen eine indische Fluglinie sowie bekannte Start-ups aus dem Technologie- und dem Food-Bereich sowie auch ein deutsch-österreichischer Fertighaushersteller, der auch eine Büroadresse in Dornbirn hat.
Wie das Handelsblatt bereits im August dieses Jahres berichtete, gebe es an den Angaben zu seiner Investorenkarriere allerdings Zweifel. So würde sein Geschäftsgebaren seit fast 15 Jahren deutsche Gerichte beschäftigen. Es hätte immer wieder Konflikte mit Investoren gegeben, die ihm Gelder anvertraut hätten.
Tesla-Investor
Er selbst, für den die Unschuldsvermutung gilt, bezeichnet sich auf seiner eigenen Homepage als „Deutschlands erfolgreicher Investor für Tech-Start-ups“. Er sei auch einer der ersten Deutschen gewesen, der das Potenzial von Elektromobilität erkannt und in Tesla investiert habe. Damit hätte er „mitverantwortlich die Weichen für den Übergang in Richtung Elektromobilität“ gelegt.