Kroatien ist mit Beginn des Jahres 2023 im Euro- und Schengenraum

Große Vorteile für die Touristen, Geldwechsel und Grenzkontrollen entfallen.
Zagreb Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Kroatien führte in der Silvesternacht den Euro als Zahlungsmittel ein und baute Dutzende Grenzkontrollstellen ab. Die vier Millionen Kroatinnen und Kroaten können nun in den 27 Ländern des Schengenraums ohne Passkontrollen reisen.
Neue Außengrenzen
Während die Menschen das Jahr einläuteten, fuhr der kroatische Innenminister zum Grenzübergang Bregana, um den letzten Reisenden, deren Pässe dort vor Mitternacht bei der Einreise nach Slowenien kontrolliert wurden, viel Glück zu wünschen. Slowenien ist seit 2007 Teil des Schengenraums und hatte die Aufgabe, seine Außengrenzen zu schützen. Nun übernimmt Kroatien diese Aufgabe und will weiter strenge Grenzkontrollen durchführen.
Zur gleichen Zeit ging der kroatische Finanzminister zu einem Geldautomaten in Zagreb, um Euro-Banknoten abzuheben und die alte kroatische Landeswährung, die Kuna, symbolisch zu verabschieden. Kroatien ist bereits seit 2013 Mitglied der EU. Um den Euro einführen zu können, musste das Land jedoch strenge wirtschaftliche Bedingungen erfüllen, darunter einen stabilen Wechselkurs, eine kontrollierte Inflation und solide öffentliche Ausgaben. Nun müssen sich die Kroatinnen und Kroaten schnell auf die neue Währung einstellen: Die kroatische Kuna und der Euro werden nur zwei Wochen lang parallel für Barzahlungen verwendet. Immer wenn die Menschen dann einkaufen, erhalten sie nur Euro als Wechselgeld.
Die Entwicklung wurden von vielen in Kroatien als Beweis dafür gesehen, dass ihr Land 31 Jahre nach dem Unabhängigkeitskrieg gegen Jugoslawien den Weg nach Europa geschafft hat.