Kopf-Pension: “Recht auf Aufklärung”

Markt / 24.01.2023 • 22:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Stehen im „Pensionsfokus“: Kammer-Granden Mahrer (l.) und Kopf. Apa
Stehen im „Pensionsfokus“: Kammer-Granden Mahrer (l.) und Kopf. Apa

WKÖ-Präsident Harald Mahrer weist die Vorwürfe erneut zurück.

Wien Eine Wiener Anwaltskanzlei hat Anzeige gegen die Wirtschaftskammer-Spitze wegen früherer Pensionskassenzahlungen für Generalsekretär Karlheinz Kopf erstattet (die VN berichteten). Die Kammer weist die Vorwürfe des Amtsmissbrauchs und der Untreue scharf zurück: Es habe zwar eine Vereinbarung gegeben, die sei angesichts einer neuen, geänderten Rechtsauskunft aber schon 2021 rückabgewickelt und rund 250.000 Euro rücküberwiesen worden.

Angezeigt wurden WKÖ-Chef Harald Mahrer, Generalsekretär Kopf und dessen Stellvertreter Herwig Höllinger. Sie hätten eine Sonderpensionsregelung für Kopf unterschrieben, obwohl es eine solche in der Kammer seit 2012 eigentlich nicht mehr gegeben habe. Geprüft wird die Sachverhaltsdarstellung von der Staatsanwaltschaft Wien, die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat sie ihr abgetreten. Der Vorarlberger Kammer-Präsident Wilfried Hopfner springt nun der österreichischen Kammerspitze und dem Altacher Generalsekretär in einem Statement gegenüber Radio Vorarlberg bei: Solche Vereinbarungen über eine Pensionszahlung seien in der Geschäftsführung großer Unternehmen üblich und zulässig. Er könne aber verstehen, wenn bei den Bürgerinnen und Bürgern Fragen entstehen.

Für die Opposition bot die Anzeige Anlass zu Kritik, seitens der Neos forderte Wirtschaftssprecher Gerald Loacker „volle Aufklärung“. „Die Kammermitglieder haben ein Recht darauf, zu erfahren, wofür ihre Zwangsbeiträge verwendet werden. Mahrer und Kopf müssen daher unverzüglich alle Verträge offenlegen und die Causa rasch und lückenlos aufklären“.

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