Automotivezulieferer Henn: Umsatzziel von 165 Millionen Euro kann erreicht werden

Erstes Halbjahr zeigt positive Entwicklung für Dornbirner Unternehmensgruppe.
Dornbirn Die Henn Connector Group verzeichnet im ersten Halbjahr 2023 ein starkes Umsatzwachstum, positive Prognosen und vielversprechende Entwicklungen, die darauf hinweisen, dass das angestrebte Umsatzziel für 2023 von 165 Millionen Euro erreicht werden kann.
20 Prozent über Vorjahr
Der Umsatz der Henn Connector Group liegt trotz der globalen unsicheren Rahmenbedingungen aktuell rund 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. Group-CEO und Eigentümer Martin Ohneberg: „Dies ist das Ergebnis einer starken Marktposition, einer zukunftsgerichteten strategischen Ausrichtung und kontinuierlicher Anstrengungen, um den Bedürfnissen der Kunden heute und in der Zukunft gerecht zu werden.“

Mobility-Segment als Aushängeschild
Aktuell steht der Launch für die neuen Produkte im Bereich E-Mobility unmittelbar bevor. Matthias Nicolussi (CEO Henn): „Wir haben vielversprechendes Feedback zu unserer neuen Produktlinie für die E-Mobilität erhalten und sind fest davon überzeugt, dass diese Lösungen ein enormes Potenzial haben. Wir freuen uns, zum Fortschritt einer nachhaltigen Mobilität beizutragen und Innovationen in dieser dynamischen Branche voranzutreiben.“

Als Wachstumstreiber gelten insbesondere der deutsche, südkoreanische, mexikanische und amerikanische Automobilmarkt mit Zuwächsen zwischen 30 und 50 Prozent. Ein gemischtes Bild zeigt sich in China – wurde im ersten Quartal 2023 noch ein Rückgang verzeichnet, zeigen die Wachstumspfeile derzeit steil nach oben, sodass bis Ende des Jahres ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr zu erwarten ist. Im Bereich Aerospace steht Henn vor ersten zukunftsweisenden Aufträgen.
Auch außerhalb gefragt
Im Segment „Non-Mobility“ verzeichnet die Henn Connector Group ebenso deutliche Umsatzzuwächse von rund 12 Prozent. Als wichtigster Absatzmarkt gelten nach wie vor Deutschland und China, nicht zuletzt blickt das Unternehmen aber auch auf vielversprechende Wachstumsraten in Österreich und Osteuropa. „Der sich abzeichnende Trend zeigt, dass auch die Produkte und Lösungen von uns außerhalb des Mobilitätssektors gefragt sind“, so Johannes Jeitler (CEO Eisele – Tochterunternehmen der Henn Connector Group).

Steigende Kosten als Unsicherheitsfaktor
Aufgrund dieser guten Umsatzentwicklungen, sowohl mengen- als auch wertmäßig, konnten auch die unvorteilhaften kostenseitigen Entwicklungen abgefedert werden. Insbesondere die Personal- und Energiekosten haben sich als Preistreiber erwiesen. Aufgrund der in Österreich und Deutschland anhaltenden hohen Inflationskurve wird dieser Kostendruck auch im zweiten Halbjahr 2023 bestehen bleiben. Ohneberg: „Darüber hinaus fordert die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt unsere volle Aufmerksamkeit, um die besten Köpfe für uns gewinnen zu können.“

Nichtsdestotrotz hat die Henn Connector Group im ersten Halbjahr 2023 Investitionen in der Höhe von rund drei Millionen Euro getätigt, welche vor allem in die Erweiterung und Modernisierung des Maschinenparks geflossen sind.