Nach Gesellschaftersitzung: Wie es im Skigebiet Schetteregg jetzt weitergeht

Markt / 12.12.2024 • 17:20 Uhr
Skibetrieb bei milden temperaturen auf der Kippe, Skigebiet Schetteregg
Eine Saison wie 2023/24 wäre für das Skigebiet Schetteregg fatal. Die Verluste würden zu hoch werden.⇒VN/Steurer

Gesellschafterversammlung mit rund 130 Teilnehmern war gespannt auf Konzept für das Familienerholungsgebiet. Jetzt wird zuvorderst auf eine gute Wintersaison gehofft.

Egg Es braucht viel Schnee, also eine gute Saison, damit das Skigebiet Schetteregg auch weiterhin ein Skigebiet bleiben kann. Das letzte Geschäftsjahr wurde mit einem Minus von rund 320.000 Euro abgeschlossen. „Noch so eine Saison und die Egger Liftgesellschaft mbH & Co KG ist Vergangenheit“, sagt ein Gesellschafter nach der aus seiner Sicht ernüchternden Gesellschaftersitzung, die am Mittwoch stattgefunden hat.

Großes Interesse der Gesellschafter

Dabei war das Interesse groß wie selten. 130 Gesellschafter, die zusammen rund 75 Prozent der Anteile halten, nahmen teil. Obwohl es keine Tagesordnung gab, war klar, was sie interessierte: Eine Gesellschaftergruppe rund um Siegfried Kohler und Jodok Fetz kündigte an, ihr Konzept für die Zukunft des Familienskigebietes zu präsentieren – mit Nutzung winters wie sommers. Es gab auch eine Präsentation, doch den meisten Gesellschaftern blieb diese zu vage, berichtet Hannes Waldner, Geschäftsführer der Liftgesellschaft. Zahlen und Fakten habe es nicht gegeben, so auch ein anderer Gesellschafter. „So waren die Gesellschafter nur schwer zu überzeugen“. Siegfried Kohler war am Donnerstag nicht erreichbar, um seine Sicht der Dinge darzustellen.

Hannes Waldner Egg Schetteregg
GF Hannes Waldner hofft, dass es doch noch eine Lösung gibt.⇒VN/Gasser

Fakt ist jetzt, dass für die Schetteregg die Zukunft mehr als ungewiss ist. Die von der Gemeinde eingeholte Zustimmung für das Projekt von Jürgen Sutterlüty, das gescheitert ist, weil nicht 75 Prozent und 1 Stimme für dieses zustande kamen, können jedenfalls nicht einfach übertragen werden, sagt Bürgermeister Paul Sutterlüty auf VN-Anfrage, er könne nicht über die Ablehnung etlicher Gesellschafter hinweggehen.

Handeln ist dringend angeraten, wolle man das Erholungsgebiet weiterbetreiben, sagt auch der Bürgermeister. Dass die Hausbanken, die Saison finanzieren, sei noch lange nicht sicher, sagt Waldner: „Die können auch im Jänner den Geldhahn abdrehen, wenn wir jetzt an Weihnachten keinen Schnee haben.