Auf diese Projekte setzt Vorarlberg, um digital konkurrenzfähig zu sein

Markt / 23.03.2025 • 12:29 Uhr
Innovation Call 2025
Marilena Tumler überzeugte die Fachjury mit ihrer Mixed-Reality-Hostingplattform für Stadt- und Kulturrundgänge. Sie erhielt den Sonderpreis “Digitale Innovation im Tourismus”. VLK/Siblik

Die Zukunft der Wirtschaft ist – auch in den produzierenden Betrieben – digital. Für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg gilt das wie andernorts: Und es gibt eine ganze Reihe von digitale Innovationen, die im Land entwickelt wurden. Das sind heuer die Besten.

Bregenz Der Innovation Call der Vorarlberger Landesregierung fand auch heuer wieder ein großes Echo. Nun wurden die 26 eingereichten digitalen Innovationsprojekte von einer hochkarätigen Jury diskutiert und schließlich auch ausgezeichnet. „Der Prozess der Digitalisierung ist der fast alles bestimmende technische Fortschritt in unserer Zeit. Folgerichtig haben wir auch den Fokus auf dieses Thema gerichtet“, betont Landesrat Marco Tittler. Sieben Projekte erhalten zusammen einen Landesbeitrag in Höhe von knapp 130.000 Euro. Erstmalig gibt es einen Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro für „Digitale Innovationen im Tourismus“. „Wir müssen die Digitalisierung weiter vorantreiben, um als Wirtschaftsstandort Schritt zu halten“, sagt Tittler eindringlich: „Im Rahmen des Innovation Calls haben wir innovative Projekte von der Entwicklung bis zum Prototyp bzw. zur Serienreife gesucht – und gefunden“. 

Innovation Call 2025 Publikum
Gespanntes Publikum und die Jury (im Vordergrund) bei der Präsentation der eingereichten Projekte.

Zweistufiges Auswahlverfahren

Beim Innovation Call waren KMU, Start-ups sowie Unternehmen in Gründung eingeladen, ihre innovativen Projekte einzureichen. Eingereicht werden konnten Projekte mit einem Volumen bis zu 100.000 Euro. Die Landesförderung beträgt maximal 50 Prozent der Projektkosten mit einer Obergrenze von 25.000 Euro. Die Auswahl erfolgte durch Bewertung einer Experten-Jury. 26 Projekte wurden in der ersten Entscheidungsrunde eingereicht. Die zweite Runde, dem (Live-)Projektpitch vor der Jury, fand erstmals im Rahmen von Innovate Vorarlberg im Festspielhaus Bregenz statt. Sieben Projekte wurden mit einer Förderung bedacht.

Expertenjury

Die Jury war auch heuer wieder mit folgenden Personen hochkarätig besetzt: Diana Eglseder Geschäftsführerin Startup Vorarlberg; Udo Filzmaier, Owner/CEO F Technologies; Michael Bertel, Co-Founder Limifyze; Lisa Frühstück, Senior Consultant Poesis Consulting; Peter Fetz, Hotelier, Hotel Hirschen und Markus Preissinger, Leiter Forschung Fachhochschule Vorarlberg.

Die Preisträger

FlatChatBot (Akan Celik, in Gründung) KI-Software Plattform für Schadensmanagement für Hausverwalter
Beschichter Scout (Martin Zajac, in Gründung) Digitale Plattform zur Vermittlung von Aufträgen und Handelswaren in der Oberflächentechnik
Wenue (Tamrat Desta, David Gajdos, in Gründung) All-in-One-Digitallösung für die Suche, Buchung und Verwaltung von Eventlocations und Dienstleistungen
Conota Camera Foto + Lidar Messung (Michael Kostner, Conota e.U.) Multifunktonale App für Fotos mit automatischer Bemaßung via LiDAR & Objekterkennung
StratoChaser (Jakob Schreiber, in Gründung) Wiederverwendbares Radiosondensystem zur Verbesserung der Zugänglichkeit, Präzision und Nachhaltigkeit der meteorologischen Datenerfassung 
SaniGo (Dominik Gregotsch, in Gründung) Plattform zur effizienten Koordination und Abwicklung von Krankentransporten
i.appear (Marilena Tumler, e.U.) Mixed-Reality-Hostingplattform für Stadt- und Kulturrundgänge. Dieses Projekt erhielt zudem den Sonderpreis für „Digitale Innovationen im Tourismus“.