So wird in Italien Käse mit Vorarlberger Hilfe produziert

Markt / 07.07.2025 • 16:02 Uhr
Bertsch Käserei Verona
Nur mit großem Gerät konnten die Maschinen für die neue Produktionsstätte nahe Verona für den Transport verladen werden. FA

Technologie aus Vorarlberg: Mit Sondertransport wurden Käsefertiger und Käsepressen nach Venetien geliefert.

Bludenz, Verona Kolonnenweise Schwertransporte, tonnenschwere Käsereianlagen und millimetergenaue Verladung – bei Bertsch Foodtec ist einiges in Bewegung. Vier der weltweit nachgefragten Universal Käsefertiger mit je 17.000 Litern Volumen wurden gerade Richtung Süden geliefert. Ihnen folgten nur Tage später drei Käsepressen, von denen jede rund zwölf Meter lang, vier Meter breit und 3,5 Meter hoch ist.

Bertsch Foodtec Transport
Die Käsefertiger des Bludenzer Unternehmens sind weltweit im Einsatz und bei großen Käseproduzenten sehr gefragt. FA

Die Anlagen sind Teil eines umfangreichen Projekts für das Unternehmen Itala SRL im norditalienischen Villafranca di Verona. Dort entsteht eine große, hochmoderne Produktionsstätte, in der künftig Hart- und Schnittkäse ebenso wie Pasta Filata Sorten gefertigt werden können. In einer Presse lassen sich pro Charge rund 1800 Kilogramm Käse herstellen. die Technik made in Bludenz bildet das Herzstück der neuen Linie. “Dabei stehen Qualität, Langlebigkeit und Energieeffizienz im Fokus, denn sie sind essenzielle Faktoren für den wirtschaftlichen und nachhaltigen Betrieb moderner Käsereien”, informiert Christoph Hueber, Geschäftsführer Bertsch Foodtec & Giacomazzi Food Tech

Logistik mit Präzision

Der Transport nach Italien erfolgte per Sonderlogistik und dauerte rund fünf Tage. Die Herausforderungen liegen im Detail: vom exakten Verladen auf Spezialtransporter bis zur präzisen Routenplanung über mehrere Grenzen hinweg. Hier ist nicht nur Erfahrung gefragt, sondern echte Millimeterarbeit.

v.l.n.r Mauro Giacomazzi, Christoph Hueber und Hubert Bertsch jun.
Die Geschäftsführung von Bertsch foodtec & Giacomazzi Food Tech (v.l.n.r): Mauro Giacomazzi, Christoph Hueber und Hubert Bertsch jun. Fa

„Mit dieser Lieferung setzen wir ein deutliches Zeichen: Technologie aus Vorarlberg spielt im europäischen Käsemarkt ganz vorne mit“, so Hueber. Italien sei für den Bludenzer Käsereiausstatter mehr als nur ein Absatzmarkt. Bereits im Jahr 2023 hat Bertsch das langjährige Partnerunternehmen Giacomazzi Food Tech als 100-prozentige Tochter in die Gruppe integriert (die VN berichteten). Seither setzen die nun fusionierten Unternehmen ihren Weg noch enger verbunden fort: “Mit gebündelter Erfahrung, regionaler Nähe und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse unserer italienischen Kunden, so der Geschäftsführer. Rund 15  Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Bertsch Foodtec inzwischen in Italien – bei steigender Tendenz.