Fries Kunststofftechnik stemmt in Sulz 12-Millionen-Investition

Starkes Wachstum und Rekordumsatz bedingen Erweiterung um neues Büro- und Produktionsgebäude.
Sulz Fries Kunststofftechnik investiert in seinen Standort Sulz. Grund ist Platzmangel. Denn aufgrund des starken Wachstums in den letzten Jahren und eines Rekordumsatzes im Wirtschaftsjahr 2024 wuchs auch die Anzahl der Mitarbeitenden seit 2019 kontinuierlich. “Jetzt haben wir endgültig unsere Kapazitätsgrenze erreicht”, sagt Geschäftsführer Gerhard Bertsch.

Mit Vorsorgemaßnahmen
Noch im Frühjahr 2026 soll deshalb mit der Errichtung eines neuen Büro- und Produktionsgebäudes auf knapp 4500 Quadratmetern begonnen werden. Die Bauzeit insgesamt soll rund zwei Jahre dauern. “Wir bekennen uns mit diesem Größensprung weiterhin klar zum Standort Sulz und trotzen dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld”, erklärt Bertsch. Allerdings nicht ohne eventuelle Vorsorgemaßnahmen, etwa die Lieferketten-Situation betreffend. “Durch die Erweiterung der Silos und einer größeren Lagerkapazität sind wir unabhängiger und beugen vor.” Investiert werden rund zwölf Millionen Euro.

Deutlich mehr Platz
In die neue Produktionshalle werden neben der Spritzgießerei auch der Werkzeugbau und die Korbmontage übersiedeln. Ein automatisierter Palettentransport erleichtert die Anlieferung, den Weiter- und den Abtransport. Mit einer Größe von 3000 Quadratmetern ist außerdem noch genug Kapazität für weiteres Wachstum miteingerechnet. Das gilt auch für die Büros. “Wir sind trotz der schwächelnden Konjunktur gut aufgestellt”, blickt Bertsch optimistisch auf die Herausforderungen in den nächsten Jahren.

Das Dach wird komplett für die Stromerzeugung genutzt und mit Photovoltaik-Modulen mit 105 kW/P Leistung bestückt. Die gewonnene Energie ist unter anderem mit der Industriewärmepumpe verbunden. Diese wird vorwiegend für die Kühlung eingesetzt.

Fries ist in den Geschäftsbereichen Industrieverpackungen, Gastro-Spülkörbe, Werkstückträger und Industriekörbe für technische Formteile tätig. Jährlich werden im Werk in Sulz rund 5000 Tonnen Kunststoff verarbeitet. Bei allen Produkten handelt es sich um Mehrweglösungen.
Fries Kunststofftechnik
Geschäftsfelder: Industrieverpackungen, Gastro-Spülkörbe, Werkstückträger und Industriekörbe, Technische Formteile
Geschäftsführer: Gerhard Bertsch
Gründung: 1896
Mitarbeiter in der Gruppe: 250, 7 Lehrlinge
Export: 85 Prozent in 80 Ländern weltweit
Umsatz (2024): 41 Millionen Euro
Größe Betriebsgebiet Sulz: 26.645 m2