Börsentipp: Kampf um die KI-Vormacht

Markt / 20.02.2026 • 09:23 Uhr
Börsentipp: Kampf um die KI-Vormacht

Experte Jürgen Rupp (Raiffeisen Landesbank) über das Wettrüsten der Tech-Branche.

Bregenz Die globale Tech-Branche erlebt ein historisches KI-Wettrüsten. Alphabet, Amazon, Microsoft und Meta wollen 2026 rund 700 Mrd. Dollar in KI‑Chips, Netzwerktechnik und Rechenzentren investieren. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr. Hinter diesen Summen steht eine nüchterne Strategie. Die Cloud-Kapazitäten der Rechenzentren dieser Konzerne sind ausgelastet, zusätzliche Rechenleistung würde sich sofort vermieten lassen. Besonders Alphabet und Microsoft können die Investitionen überwiegend aus dem Cashflow stemmen, während Amazon stärker an finanzielle Grenzen stößt, aber aus Wachstumssicht kaum Alternativen hat.

Entscheidend ist der strategische Druck. Alphabet mit Google muss das KI‑Rennen gewinnen, um sein Such- und Werbegeschäft zu schützen. Dank eigener Chips, DeepMind‑Forschung und Milliarden von täglich aktiven Nutzern ist Alphabet derzeit im Vorteil.

Die Investitionen mögen überdimensioniert wirken, sind aber rational. Wer im KI‑Zeitalter nicht skaliert, riskiert sein Kerngeschäft. Gewinner sind jene Unternehmen, die KI tief in bestehende Plattformen integrieren können.

Viele Softwarefirmen stehen vor einem strukturellen Härtetest, weil neue KI‑Agenten wie des Österreichers Peter Steinbergers Open‑Claw‑System bestehende Anwendungen direkt ersetzen oder stark entwerten können. Open Claw, ein autonomer, lokal laufender KI‑Agent, der E‑Mails sortiert, Termine bucht, Formulare ausfüllt oder sogar Codes schreibt, zeigt exemplarisch, wie schnell klassische Software automatisiert werden kann. Dieser Wandel setzt traditionelle Softwareanbieter derzeit nicht nur an der Börse unter Druck.

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