illwerke vkw-Vorstand wird weiblich: Managerin soll in Vorstand einziehen

Am Dienstagnachmittag soll die neue Vorständin des Energiekonzerns vom Aufsichtsrat bestätigt werden. Voraussetzung ist die Zustimmung des obersten Eigentümervertreters, Landeshauptmann Markus Wallner.
Bregenz Ende September 2025 kündigte der Vorarlberger Energiekonzern illwerke vkw an, dass der Vorstandsvorsitzende Christof Germann in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Pension gehen werde. Germann ist seit mehr als 20 Jahren im Führungsgremium von illwerke vkw, seit 2023 als Vorstandsvorsitzender. Kurz nach dieser Information hat der Landesenergiekonzern mit der Suche nach einem Nachfolger bzw. einer Nachfolgerin begonnen.
Kaufmännisches Vorstandsmitglied
Ausgeschrieben wird ab 1. Juli 2026 auf die Dauer von fünf Jahren die Stelle eines kaufmännischen Vorstandsmitgliedes. Die Bewerbungsfrist endete am Freitag, den 28. November 2025. Die Aufgabe des Vorstandsmitgliedes sei es, gemeinsam mit den anderen Vorstandsmitgliedern die Gesamtverantwortung für den Konzern wahrzunehmen, heißt es in der Ausschreibung. Nach der derzeit festgelegten Geschäftsverteilung ergibt sich für die ausgeschriebene Stelle des kaufmännischen Vorstandsmitgliedes die Zuständigkeit für die Servicefunktionen Finanzen und Controlling, Personal, Unternehmensentwicklung, Kommunikationsmanagement, Recht sowie für die Stabstellen Interne Revision sowie Risiko- und Krisenmanagement.

Gesucht wurde eine Person mit Erfahrung in der Führung als auch in der E-Wirtschaft. Nach Sichtung der Bewerbungen und zahlreichen Gesprächen durch Mitglieder des Aufsichtsrats steht nun eine Entscheidung bevor. Am Dienstag soll der Aufsichtsrat in einer eigens angesetzten Sitzung über die Nachfolge von Germann entscheiden, heißt es aus verlässlicher Quelle im Bregenzer Hauptquartier des Unternehmens. Aus den Bewerbungen haben sich bis vergangene Woche drei Frauen herauskristallisiert. Bei den abschließenden Gesprächen habe eine der Kandidatinnen ihre Bewerbung zurückgezogen und eine Bewerberin so überzeugt, dass sie als künftige Vorständin vorgeschlagen wurde, so die vertraulichen Informationen.
Gespräch mit Landeshauptmann
Die Favoritin des Aufsichtsrates wird sich Dienstagvormittag bei einem Termin mit dem obersten Eigentümervertreter der illwerke vkw, Landeshauptmann Markus Wallner, vorstellen. Im Gespräch gehe es um die künftige Rolle im Vorstand als auch über die Vorstellungen zur Entwicklung des Energiekonzerns, heißt es aus Bregenz-Weidach. Vorausgesetzt, dieses Gespräch verläuft zu beider Zufriedenheit, werde der Aufsichtsrat am Dienstagnachmittag den Beschluss zum Engagement der Managerin fassen. So viel ist über die Wunschkandidatin zu erfahren: Sie komme aus Deutschland, sei mit der Branche bestens vertraut und hochqualifiziert für die nicht eben einfache Aufgabe, den Konzern zusammen mit Quido Salzmann und Gerd Wegeler in die Zukunft zu führen.
