Baubescheid da: Grünes Licht für Millioneninvestition im Kleinwalsertal

Kleinwalsertaler Bergbahn AG investiert 26 Millionen Euro in neue Bahn auf das Walmendingerhorn.
Mittelberg “Mission completed”, sagt Andreas Gapp – und die Erleichterung ist hörbar. Nach Monaten voller Gespräche, Planungen und Abstimmungen hat die Kleinwalsertaler Bergbahn AG den Baubescheid für die neue Bahn auf das Walmendingerhorn erhalten. “Das ist einer dieser Tage, die man nicht vergisst. Bauverhandlung positiv, Finanzierung zugesagt, Zukunft gestartet”, fasst der Seilbahnchef zusammen. Bereits einen Tag später begann offiziell die Bautätigkeit.

Von 40 auf 60 Personen pro Kabine
In den kommenden Monaten wird die bestehende Pendelbahn durch eine moderne Anlage ersetzt. Den Zuschlag erhielt der Wolfurter Seilbahnhersteller Doppelmayr/Garaventa. Die Kapazität steigt von 40 auf 65 Personen pro Kabine, zudem entsteht ein neuer Verschiebebahnhof. “Wir bauen quasi in die bestehenden Gebäude hinein. Weder Tal- noch Bergstation müssen abgebrochen werden”, erklärt Gapp.
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Die Bahn auf das Walmendingerhorn ist eine sogenannte Hauptbahn, das bedeutet, sie bringt die Gäste direkt vom Tal in das Ski- und Wandergebiet und ist damit ein entscheidender Faktor für die Tourismusregion Kleinwalsertal.

Auf den Tag genau 61 Jahre später
Ein bemerkenswertes Detail: Die Baugenehmigung wurde am 25. Februar 2026 erteilt – exakt 61 Jahre nach der ersten Konzession für die ursprüngliche Bahn am 25. Februar 1965. “Das gleiche Datum, nur sechs Jahrzehnte später”, sagt Gapp. Erstmals in Betrieb ging die Bahn 1966.
Insgesamt dauerten die Planungen für die neue Pendelbahn rund drei Jahre, die letzten eineinhalb davon besonders intensiv. “Wir haben viele Gespräche geführt und alles vorbereitet. Dass es bei der Bauverhandlung keine negativen Stellungnahmen gab, ist ein starkes Zeichen des Miteinanders im Tal.”

Großinvestition in Modernisierung
Rund 26 Millionen Euro investiert die Kleinwalsertaler Bergbahn AG in die Modernisierung. Und sie fällt in eine Phase des Umbruchs: Denn erst im vergangenen Jahr wurde die Eigentümerstruktur neu geordnet. Die Walser Raiffeisen Holding und die Gemeinde Mittelberg übernahmen gemeinsam die zuvor vom Allgäuer Überlandwerk und der Energieversorgung Kleinwalsertal gehaltenen 51 Prozent der Anteile. “Dass wir nun gemeinsam ein Projekt dieser Größenordnung umsetzen, ist ein klares Bekenntnis zur Region und zur Zukunft unseres Tals”, sagt Gapp.

Die Eröffnung der neuen Bahn ist für den 24. Dezember 2026 geplant – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft.