Zumtobel: “Marktumfeld bleibt weiterhin anspruchsvoll”

Weniger Nachfrage lässt Umsatz nach neun Monaten auf 775 Millionen Euro sinken. Gewinn bei neun Millionen Euro.
Dornbirn Die Dornbirner Zumtobel Group blickt nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 auf ein weiterhin herausforderndes konjunkturelles Umfeld. Der Konzernumsatz sank um 6,4 Prozent auf 775 Millionen Euro. In nahezu allen für den Konzern relevanten Regionen sei die Nachfrage hinter dem Vorjahresniveau geblieben. Insbesondere die anhaltende Schwäche im Nichtwohnbausektor sowie verzögerte Investitionsentscheidungen belasteten die Geschäftsentwicklung.

Auch der Gewinn sinkt
Insgesamt sanken sowohl die Material- als auch die Personalkosten. “Unser Effizienzprogramm zeigt bereits erste Wirkung: Durch die konsequente Umsetzung stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig und optimieren unsere Kostenbasis strukturell”, sagt Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.
Das bereinigte EBIT der Zumtobel Group belief sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 auf 32,2 Mill. Euro (Vorjahr: 41,0 Mill. Euro). Das bereinigte EBIT stieg leicht auf 41,0 Mill. Euro (Vorjahr: 39,9 Mill. Euro) – Einsparungen bei Material- und Fixkosten sowie Effizienzmaßnahmen hätten stabilisierend gewirkt und zu einer Verbesserung der Profitabilität geführt.

Negative Sondereffekte gab es in Höhe von 12,7 Mill. Euro. Diese waren vor allem auf Restrukturierungskosten für die Schließung des US-Produktionsstandorts in Highland (–5,3 Mill. Euro) sowie für das Effizienzprogramm (–1,7 Mill. Euro) zurückzuführen. Das EBIT der Zumtobel Group sank auf 19,5 Mill. Euro (Vorjahr: 27,8 Mill. Euro). Das Finanzergebnis betrug 9,5 Mill. Euro (Vorjahr: –13,3 Mill. Euro). Nach Steuern ergibt sich ein Periodenergebnis von 9,0 Mill. Euro (Vorjahr: 13,0 Mill. Euro).

Umfeld bleibt herausfordernd
Das Marktumfeld bleibe weiterhin anspruchsvoll. Die wirtschaftliche Entwicklung in den Kernmärkten sei schwer einschätzbar, die geopolitische Lage bleibe angespannt. Ein verschärfter Wettbewerb infolge der US-Zollpolitik sowie verzögerte Investitionsentscheidungen bei Kunden – insbesondere im Neubausegment – könnten das Umsatzniveau weiter drücken. Dies mache es schwierig, die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2025/26 vorauszusagen. Vor diesem Hintergrund und mit Hinweis auf die genannten Unwägbarkeiten erwartet der Vorstand der Zumtobel Group für das Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr.