Ab sofort: Vierte Gemeinnützige sorgt für leistbares Wohnen im Land

Markt / 12.03.2026 • 17:09 Uhr
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Die Anlage, die in Dornbirn gebaut wird, gliedert sich ins Umfeld ein und ist nach neuesten Nachhaltigkeitsregeln geplant. Zwei Gebäude werden von der ÖSW gebaut, eines von Zima.FA

Mit 90 Wohnungen im ersten Jahr startet eine der größten gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften Österreichs in Vorarlberg. Der erste Spatenstich ist jetzt erfolgt.

Bregenz, Dornbirn 400 gemeinnützige Wohnungen sollen in Vorarlberg in den nächsten drei Jahren jährlich entstehen – laut einer Anfragebeantwortung sollen 2026 voraussichtlich 278 Wohnungen bezugsfertig sein, in den Jahren 2028 und 2029 sind zusammen 846 Wohnungen vorgesehen, 2030 weitere 576. Bisher waren drei gemeinnützige Wohnbaugesellschaften im Land tätig. Aktuell gibt es in Vorarlberg 22.800 gemeinnützige Wohnungen.

Ab sofort: Vierte Gemeinnützige sorgt für leistbares Wohnen im Land
Historischer Spatenstich: Das erste Projekt des neuen gemeinnützigen Wohnbauunternehmens wird in Dornbirn realisiert. VN/Schöller

Seit Donnerstag wird eine weitere gemeinnützige Wohnbaugesellschaft dazu beitragen, die ambitionierten Zahlen und die notwendigen Wohnungen bereitzustellen. Am Donnerstag um 16 Uhr erfolgte der Spatenstich für die erste Anlage der Österreichisches Siedlungswerk Gemeinnützigen Wohnungsaktiengesellschaft (kurz ÖSW WBV) auf Vorarlberger Boden. Der Konzern ist eine der größten gemeinnützigen Wohnbaugruppen in Österreich mit über 60.000 verwalteten Einheiten (bzw. Wohnungen). Konzern deshalb, weil unter dem Dach von ÖSW WBV 28 Tochtergesellschaften versammelt sind, seit 1. April 2025 auch eine in Vorarlberg.

Spatenstich in Dornbirn

Geschäftsführer ist Alexander Stroppa, der über Jahrzehnte eines der größten Vorarlberger Bauunternehmen führte und Spitzenfunktionär der Branche war, und der hat anlässlich des Markteintritts in Vorarlberg angekündigt, dass die ÖSW WBV so schnell wie möglich erste Projekte realisiert. Das erste Projekt wird jetzt in der Dornbirner Mähdergasse 1 errichtet. 29 geförderte Miet- und Mietkaufwohnungen werden dort gebaut, die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2028 geplant.

Ab sofort: Vierte Gemeinnützige sorgt für leistbares Wohnen im Land
Alexander Stroppa hat im vergangenen Jahr die Geschäftsführung übernommen: Nun sind die ersten Projekte am Start: “Der Bedarf nach Wohnungen ist groß, da wurden wir gut aufgenommen.” VN

“In attraktiver Lage errichten wir am Fuße des Fallenbergs qualitätsvollen und leistbaren Wohnraum. Als gemeinnützigem Wohnbauträger steht für uns nicht nur die Errichtung moderner Wohnungen im Mittelpunkt, sondern auch ein gutes nachbarschaftliches Zusammenleben”, skizziert Stroppa anlässlich des Spatenstichs, zu dem sein Mitgeschäftsführer Stefan Konecny und Generaldirektor Wolfgang Wahlmüller angereist sind, gegenüber den VN die Philosophie des Unternehmens. Mit dem Projekt Mähdergasse setze ÖSW WBV ein erstes Zeichen für nachhaltigen, qualitätsvollen und leistbaren Wohnbau im Land. Geplant wurde die Anlage von Baumschlager Eberle. Bürgermeister Markus Fäßler freute sich ebenso wie Landesrat Marco Tittler über den Markteintritt des Unternehmens: Ein Wunsch gab es noch: “VSW, also Vorarlberger Siedlungswerk, würde uns als Name noch besser gefallen”, wünscht sich Tittler.

Vier Projekte sind am Start

Nach diesem ersten Zeichen folgen schon heuer weitere Projekte: Nach Dornbirn erfolgt der nächste Baustart schon im April: In Lauterach wird in Bahnhofsnähe eine Anlage errichtet, informiert Stroppa, dann folgt eine Anlage in Altach, als Nächstes steht ein Projekt in Schwarzach auf der Vorhabensliste, für welches die Einreichplanung gerade fertiggestellt wurde. “Insgesamt errichten wir damit 90 Einheiten”, so Stroppa. Insgesamt bearbeite man derzeit elf Projekte, für alle gebe es bereits die Zusage der Wohnbauförderungen durch das Land.

Newcomer ist willkommen

Der Neustarter im gemeinnützigen Wohnbau wurde von allen Seiten positiv begrüßt, schildert der Geschäftsführer die ersten Erfahrungen. Da der Bedarf über dem Angebot liege, gebe es auch keine Marktübersättigung, deshalb gebe es auch von den bereits bestehenden Gemeinnützigen keine Vorbehalte. “In vielen Gemeinden sind wir sehr willkommen, wir planen bedarfsorientiert immer in Abstimmung mit Gemeinden und Land”, so Stroppa anlässlich der Premiere am Markt.