Vorarlberger Lösung für insolvente feinjersey fabrics

Heimisches Unternehmen übernimmt Maschinen und Mitarbeitende des Strickstoffherstellers.
Hard Zunächst schien es, dass das Schicksal des Anfang März in die Insolvenz geschlitterten Strickstoffherstellers feinjersey fabrics GmbH in Götzis besiegelt ist. Denn das Landesgericht hatte den Antrag des Masseverwalters Wolfgang Blum bewilligt und die Schließung des Unternehmens angeordnet. Gleichzeitig wurden der Maschinenpark öffentlich zum Verkauf angeboten.

Neuigkeiten aus dem Land
Nun gibt es Neuigkeiten: Denn der Harder Stoffhersteller Willy Hermann – Superfine hat aus dem laufenden Konkursverfahren der feinjersey fabrics alle wesentlichen Vermögenswerte übernommen, um eine Fortführung der Produktion und der Kollektionen zu gewährleisten.
Diese umfassen sämtliche Strickmaschinen und Produktionsanlagen, das vorhandene Umlaufvermögen sowie alle für die Weiterführung der Produktion benötigten Unterlagen und Informationen. Die Produktion soll möglichst ohne Unterbrechung fortgeführt werden.

Identische Kundenstruktur
Mit der Fortführung der feinjersey fabrics-Kollektion soll das Portfolio von Willy Hermann erweitert werden. Die zum Teil identische Kundenstruktur war ein wesentliches Entscheidungskriterium. Viele Kundenanfragen seit Ende Februar hätten gezeigt, dass sehr große Verunsicherung in Bezug auf die künftige Beschaffung bestehe.

Angebot für Mitarbeitende
Willy Hermann will nun wesentliche Teile des operativen Betriebs in den Produktionsstandort Hard integrieren und dort fortführen. Auch einer noch zu bestimmenden Anzahl an Mitarbeitenden soll ein Beschäftigungsverhältnis angeboten werden. Man wolle die vorhandene Expertise und Know-how nutzen, betont Geschäftsführer Ralph Hermann und bedauert zugleich, dass dies leider nicht für alle Mitarbeiter der Fall sein kann. Da feinjersey zuletzt hohe Verluste verzeichnete, seien Einsparungen unumgänglich. “Vor uns liegt nun die große Aufgabe, diese Integration bestmöglich in den kommenden Monaten durchzuführen.”

Intensive Zusammenarbeit
Geschäftsführer Martin Hermann betont die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten: “Man hatte dafür nur wenig Zeit und es haben alle intensiv daran gearbeitet.” Willy Hermann zählt zu den führenden Herstellern im Bereich von Maschenstoffen. Diese werden für Damen- und Herrenwäsche, Sportswear, Damenoberbekleidung und Bademoden sowie auch für technische Anwendungen eingesetzt.