Jutta Frick: “Wir wissen: Es gibt mehr weiße Schafe als schwarze”

Markt / 27.03.2026 • 14:32 Uhr
Jutta Frick: "Wir wissen: Es gibt mehr weiße Schafe als schwarze"
Tourismusunternehmerin Jutta Frick VN/Paulitsch

Die VN fragen die Tourismusunternehmerin Jutta Frick: Drei Fragen, drei Antworten zur noch laufenden Wintersaison, den Auswirkungen des Iran-Kriegs und zur Ausbildung.

Die Saison neigt sich dem Ende zu, wie ist sie verlaufen?

Mit dem Winter sind wir zufrieden. Wir hatten einen guten Februar, und das ist der wichtigste Monat in der Wintersaison. Heuer sind in den Februar der Fasching und Ferienzeiten gefallen, das hat zum guten Februar beigetragen. Nun kommt Ostern, das ist heuer recht früh. Der Schnee auf den Bergen ist noch gut, darum können wir auch da noch mit Gästen zum Frühjahrs-Skilauf rechnen. In den Talschaften ist schönes Frühlingserwachen, also auch eine erholsame Zeit, in der die Menschen wieder nach draußen wollen.

Welche Auswirkungen hat der Iran-Krieg auf den Tourismus im Land?

Ich denke, dass einige Reiseziele mit entsprechenden Flugstrecken gemieden werden. Darum sehe ich Chancen, dass Gäste aus dem nahen Umkreis zu uns kommen, die sonst weitere Reisen unternommen hätten. Ein anderes Thema ist das Incoming von Gästen aus dem Ausland, z. B. dem arabischen Raum. Wenn Destinationen oder Hotels viele Kunden aus diesen Herkunftsländern haben, ist die Auslastung geschwächt. Ein weiterer Punkt, der auch am Tourismus nicht vorbeigeht, sind die allgemeinen wirtschaftlichen Auswirkungen wie z. B. Preisentwicklung und Lieferketten.

Gastronomen klagen, dass jüngste Skandale Jugendliche davon abhalten, eine Lehre in der Branche zu machen. Wie sieht es in V aus?

Skandale sind immer die schwarzen Schafe. Und wie wir wissen: Es gibt mehr weiße Schafe als schwarze. Die Tourismusbranche ist wirklich seriös und vertrauenswürdig. Es ist schade, dass negative News immer so abfärben. Es gibt haufenweise supergute Betriebe und Institutionen, die ihre Arbeit mit Leidenschaft machen. Wir sind gut organisiert und arbeiten strukturiert, sozial, nachhaltig und absolut seriös. Dafür stehen wir ein. Eine Ausbildung im Tourismus ist ein gutes Fundament für die Zukunft, und die Arbeit ist wirklich ein schönes Feld, das viel Freude macht.