“Das geht doch besser” – Vorarlberger “Kraftpaket” bei “2 Minuten – 2 Millionen”

Extremsportler aus Vorarlberg entwickeln Gewichtssystem, das die Qualität des Trainings deutlich verbessert. Nun stellen sie es den Investoren und einem Millionenpublikum vor.
Wien, Schlins Als Kraft- und Ausdauersportler können die Vorarlberger Fabian Lutz und Max Schnetzer mit außergewöhnlichen Anstrengungen umgehen, doch wie steht es bei einer Zwei-Minuten-Performance vor einem Millionenpublikum? Das ist am Dienstag in der neuesten Folge der Businessshow “2 Minuten – 2 Millionen” auf Puls 4 zu sehen. “Das war schon sehr intensiv und wir waren deshalb auch sehr nervös”, schildert Fabian Lutz den Auftritt vor den fünf Investoren im Studio. Dass einer der Investoren ebenfalls aus unserem Bundesland kommt, machte es nicht leichter. “Sehr sportlich”, urteilt denn auch Eveline Steinberger und testet das von Lutz entwickelte Produkt gleich selbst. Auch Investor Mathias Muther stellt sich dem Praxistest.

Die Nervosität hatte Grenzen, denn, so Lutz im Gespräch mit den VN, nutzen er und sein bester Freund Max Schnetzer das von ihm entwickelte Produkt selbst, was für die nötige Selbstsicherheit auf der großen Bühne kein Fehler ist. Denn sie wissen ja um die Stärken des Fitnessproduktes. Außerdem konnte Lutz im im Jahr 2024 auf der FIBO Köln, der größten Fitnessmesse Europas, mit einem Prototyp austesten, wie seine Erfindung bzw. Entwicklung bei der Zielgruppe ankommt, für ihn “ein entscheidender Meilenstein.”
“Stabilität und Bewegungsfreiheit”
Dort präsentierte er seine Gewichtsweste “Evrvest” erstmals einem breiten Publikum: Sportbegeisterten, Personal Trainern, Studiobetreibern und Medienvertretern. Evrvest ist eine ergonomische, modulare Trainingsweste für Functional Training, CrossFit, Hyrox und mehr, erklärt der Schlinser. Freund Max hatte entscheidenden Anteil an der Entwicklung. “Max hat mich von Anfang an begleitet und unterstützt. Wir haben viel gemeinsam getestet, hinterfragt und weiterentwickelt. Wir haben beide regelmäßig mit Gewichtswesten trainiert und immer wieder gemerkt, dass sie uns eher einschränken als unterstützen. Irgendwann – war uns dann mal klar: Das geht doch besser.”

Das Gewichtssystem, das der Sportler, der ursprünglich aus der IT kommt und auch heute noch in der Branche arbeitet, entwickelt hat, wird wie eine Weste getragen und ist individuell einstellbar. Auch dynamische Bewegungen können mit dem “Kraftpaket” durchgeführt werden. An der Entwicklung waren außer Lutz und Schnetzer weitere Athletinnen und Athleten beteiligt, die es unter realen Bedingungen getestet haben. Die größte Herausforderung war, so Lutz, die Kombination der Faktoren Stabilität, Komfort und Bewegungsfreiheit gleichzeitig umzusetzen, “das ist nicht trivial”. Am Ende seien es viele kleine Details, die den Unterschied machen. Und Erfahrungsberichte der Tester zeigten, dass ihm dies gelungen ist, “dass sich das Gewichtssystem wie eine zweite Haut trägt”.
Die Gewichtsweste aus Vorarlberg unterstützt und besticht durch Stabilität. “Wenn das Gewicht ruhig am Körper bleibt, kann man sich besser auf die Bewegung konzentrieren und genau das wirkt sich direkt auf die Qualität des Trainings aus”, schildert Lutz die Stärken von seiner Evrvest, die neben Ausdauersportlern sogar Militärs interessiert hat und auch international Physio-Spezialisten sowie – und das ist natürlich wichtig – auch den Fachhandel aktiviert hat.
Gemeinsam vorm Fernseher
Ob sich auch die österreichischen Juroren der Businessshow dafür interessierten – die Sendung wurde ja bereits aufgezeichnet, verrät er noch nicht. Schließlich gibt es für die Teilnehmer Klauseln, die einzuhalten sind. Doch so viel verrät er: “Wir werden am Dienstag mit Freunden und der Familie zusammenkommen und uns die Show gemeinsam anschauen. Darauf freue ich mich jetzt.” Und er hofft natürlich, dass “Evrvest” jetzt richtig Fahrt aufnimmt.