Weltmarktführer aus Bürs eröffnet neues Werk in Indien

Markt / 02.04.2026 • 12:23 Uhr
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Der neue Produktionsstandort von Getzner in Baramati stärkt die Kundennähe im Bahn- und Transitbereich in Indien und Asien. Eröffnung mit CEO Jürgen Rainalter und Ehrengästen. FA

Unternehmen baut damit Produktion in Asien weiter aus. Auch in Vorarlberg investiert Firma dreistelligen Millionenbetrag in neues Werk.

Bürs, Baramati Das Vorarlberger Unternehmen Getzner Werkstoffe mit Sitz in Bürs, der weltweit führende Spezialist für Schwingungsisolierung in den Bereichen Bahn, Bau und Industrie, also den Schutz vor Erschütterungen, baut seine internationale Präsenz weiter aus. Vor Kurzem wurde ein neuer Produktionsstandort in Baramati in Indien eröffnet. Mit einem eigenen, 4189 Quadratmeter großen Werk im westindischen Baramati setzt Getzner Werkstoffe den nächsten Schritt beim Ausbau seiner Aktivitäten in Indien.

Näher bei den Kunden

Das Bürser Unternehmen ist am Subkontinent mit Lösungen zur Schwingungsisolierung bereits seit vielen Jahren präsent. 2009 gründete das Unternehmen eine Niederlassung im Industrie-Hub Pune, einer Millionenstadt im Bundesstaat Maharashtra, rund 150 Kilometer von Mumbai entfernt. Nun schafft Getzner die Voraussetzung, Bahnprodukte direkt vor Ort für den indischen Markt herzustellen. “Mit dem neuen Werk in Baramati (ebenfalls im Bundesstaat Maharashtra) bauen wir unsere internationale Präsenz konsequent weiter aus. Gleichzeitig rücken wir noch näher an unsere Kundinnen und Kunden heran, können Lieferwege verkürzen und Projekte vor Ort künftig noch direkter begleiten”, betont der CEO des global tätigen Vorarlberger Spezialisten, Jürgen Rainalter.

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Feierliche Werkseröffnung: Die Staatsministerin der indischen Region Maharashtra und der österreichische Botschafter in Indien eröffneten gemeinsam mit Getzner den neuen Standort. FA

Die Getzner-Systeme tragen in Indien bereits jetzt zu einem optimierten Bahnbetrieb bei, z. B. im urbanen Schienenverkehr der Agra Metro in Nordindien. Diese U-Bahn verbindet wichtige Orte der Millionenstadt Agra, einschließlich des UNESCO-Weltkulturerbes Taj Mahal. Auf einer Strecke von rund zehn Kilometern reduzieren Masse-Feder-Systeme von Getzner Werkstoffe Erschütterungen, Vibrationen und Körperschall effektiv. Durch die Produktion von Komponenten für den indischen Markt vor Ort könne Getzner nun schneller auf Anforderungen reagieren und seine Position in einem strategisch wichtigen Wachstumsraum weiter stärken.

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Die Systeme von Getzner tragen landesweit zu einem optimierten Bahnbetrieb bei, so auch in der Agra Metro in Nordindien. FA

Mit dem neuen Werk stärkt Getzner aber nicht nur seine Präsenz in Indien, sondern baut auch seine Produktionskapazitäten in Asien weiter aus. Neben Kunshan in China ist Baramati bereits der zweite Produktionsstandort von Getzner in Asien und ein weiterer Meilenstein beim Ausbau des internationalen Geschäfts. Zugleich investiert das Unternehmen weiterhin in großem Umfang am Stammsitz in Vorarlberg: In Nüziders entsteht derzeit ein zweites Werk, mit dem zusätzliche Kapazitäten aufgebaut werden.

“Kundennähe ist für uns ein zentraler Erfolgsfaktor. Mit eigenen Niederlassungen auf fünf Kontinenten schaffen wir die Voraussetzung, nahe an den Märkten und an unseren Kundinnen und Kunden zu sein. Gleichzeitig bekennen wir uns klar zu unserem Firmensitz in Vorarlberg”, sagt Rainalter. Damit verfolge der Werkstoff-Spezialist einen internationalen Wachstumskurs mit klarer regionaler Verankerung.

Hochrangige Gäste

Bei der Eröffnung in Baramati waren u. a. CEO Jürgen Rainalter, CTO Roger Höfle, die indische Staatsministerin der Region Maharashtra, Sunetra Ajit Pawar, sowie Robert Zischg, der österreichische Botschafter in Indien, dabei.