Diese Bauriesen aus Nenzing sind weltweit so gefragt wie noch nie

Pünktlich zum 50. Geburtstag: Dieses Vorarlberger Unternehmen machte 2025 Rekordumsatz. Und Aufträge 2026 sind ebenfalls auf Rekordniveau.
Nenzing Es gibt erfreuliche Nachrichten aus der Vorarlberger Wirtschaft. Der Baumaschinenhersteller Liebherr Nenzing macht sich selbst ein Geschenk zum 50-jährigen Jubiläum und erzielte im Geschäftsjahr 2025 mit 746,6 Millionen Euro einen neuen Umsatzrekord. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den Auftragseingängen wurde ein Rekordstand erreicht, was für einen außergewöhnlich soliden Auftragsbestand sorge, informiert das Unternehmen.

Die globale Bauwirtschaft verzeichnete 2025 ein leichtes, jedoch schwächeres Wachstum als im Vorjahr. Dazu trugen die bekannten geopolitischen Spannungen und die volatile Wirtschaftslage maßgeblich bei. Trotz dieses herausfordernden Umfelds profitierten die in Nenzing gefertigten Baumaschinen – Hydroseilbagger, Raupenkrane und Spezialtiefbaugeräte – von einer anhaltenden Investitionsbereitschaft in Infrastruktur und Energie.
Stabile Entwicklung
Mit einer traditionell hohen Exportquote von rund 99 Prozent unterstreicht die Liebherr-Werk Nenzing GmbH ihre internationale Ausrichtung. Trotz der Zollthematik in den USA behauptete Nordamerika 2025 seine Position als dynamische Absatzregion und konnte seinen Umsatzanteil auf über 40 Prozent ausbauen. Besonders erfreulich sei aber, dass der Heimatmarkt Europa überdurchschnittlich zulegen konnte und nun gleichauf mit Nordamerika liege. An dritter Stelle folgt der Markt der Nicht-EU-Länder mit einem Umsatzanteil von knapp zehn Prozent. In diesen drei Regionen zeigten auch die Auftragseingänge einen äußerst dynamischen Verlauf und erreichten neue Rekordstände. Die Länder des Mittleren Ostens und Fernost haben im Gegensatz dazu etwas an Bedeutung verloren. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Liebherr Nenzing eine Fortsetzung der positiven Entwicklung.

Alle Geschäftsfelder seien erfolgreich gewachsen. Das Segment Raupenkrane behauptete sich auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Besonders erfreulich ist, dass die Segmente Hydroseilbagger und Spezialtiefbaumaschinen überdurchschnittlich gewachsen sind. Damit bestätige sich der Erfolg der konsequenten Diversifizierung der Geschäftsfelder, informiert das Nenzinger Unternehmen, das in Vorarlberg 1919 Mitarbeiter aus 46 Nationen, darunter 133 Lehrlinge (insgesamt 2069), beschäftigt.
Alternative Antriebstechnologien
Im Geschäftsjahr lag der Fokus u. a. in der Forschung und Entwicklung auf alternativen Antriebstechnologien. Eines der Highlights war die Premiere des ersten vollelektrischen Seilbaggers HS 8100.2 dual power. Er kombiniert eine integrierte Batterie mit einem optionalen Dieselgenerator. Im Segment der Raupenkrane wurde der 400-Tonnen-Raupenkran vom Typ LR 1400.1 SX speziell für Schwerlasteinsätze konzipiert, um höhere Traglasten und größere Einsatzvielfalt zu bieten. Die Software Crane Planner 2.0 unterstützt die Einsatzplanung, während Assistenzsysteme wie der Boom-Up-and-Down-Assistent die Kippgefahr reduzieren und das sichere Aufrichten und Ablegen des Auslegers erleichtern.

Fest zum runden Geburtstag
50 Jahre Liebherr in Nenzing – das ist ein Meilenstein, der die Erfolgsgeschichte und die Bedeutung des Standorts sowohl innerhalb der Unternehmensgruppe als auch für die Region Vorarlberg unterstreicht. Mit der Entscheidung für Nenzing im Jahr 1976 bekannte sich Liebherr bewusst zur Region, zu ihren Menschen und ihrem Potenzial. Die enge Verbundenheit mit Vorarlberg sei ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur, betont die Geschäftsführung des Unternehmens. Das 50-jährige Bestehen feiert Liebherr Nenzing am Tag der offenen Tür am Samstag, 27. Juni 2026.