Bludenzer will Österreichs Grillern nachhaltig einheizen

Vorarlberger sucht Investoren für nachhaltige Briketts. Er setzt dabei auf ein lustiges Maskottchen, das einen Doppelgänger hat.
Wien, Bludenz In der vergangenen Woche präsentierten die Vorarlberger Fabian Lutz und Max Schnetzer “Evrvest”, eine ergonomische, modulare Trainingsweste für Functional Training, CrossFit, Hyrox und mehr Fitnessanwendungen den Investoren der Business-Show “2 Minuten – 2 Millionen”. Nur sieben Tage später steht schon wieder ein Vorarlberger im Scheinwerferlicht der TV-Show. Wenn am 7. April auf Puls4 wieder um Investments gepitcht wird, tritt Charlie Ebster aus Bludenz mit seiner Marke Coco Charlie an und will die Österreicher nachhaltig befeuern.
Kokosschale mit Luftkern
Sein Produkt: Grillbriketts aus Kokosnussschalen mit Luftkern. Die Idee dazu kam Ebster auf Bali, wo er viele Jahre gelebt hat. Auf dem Traumeiland fiel ihm auf, dass nach der Verarbeitung von Kokosnüssen große Mengen an Schalen übrig bleiben. “Für mich war schnell klar, dass sich daraus mehr machen lässt als bloßer Abfall”, erklärt der Bludenzer seine Geschäftsidee. “Die Briketts bestehen aus gepressten Kokosnussschalen. Damit muss kein Baum gefällt werden. Gleichzeitig bieten Kokosnussschalen durch ihren hohen Kohlenstoffgehalt gute Voraussetzungen für hochwertige Grillkohle.”

“Coco Charlie”, wie er das Produkt getauft hat, setze zudem auf eine spezielle Form mit Luftkern, die für eine bessere Luftzirkulation sorgen soll. Dadurch sollen die Briketts effizienter zünden, gleichmäßiger glühen und bei geringerer
Rauchentwicklung starke Hitze liefern. “Für diese Technologie läuft bereits die
Patentanmeldung”, so Ebster. Doch abheben will Ebster nicht nur über das Produkt selbst, sondern genauso über den Markenauftritt. Während viele Grillprodukte vor allem funktional vermarktet werden, setze Coco Charlie auf eine starke Figur. Die Marke arbeite mit “einem Urzeit-Helden als Sympathieträger” und soll Grillen nicht nur praktischer, sondern auch emotionaler machen. Er verstehe Coco Charlie deshalb als Marke. Das “Coco Charlie”-Testimonial sorgt denn auch für Verblüffung: Der Vorarlberger Investor Mathias Muther und das Start-up-Maskottchen könnten Brüder sein. Investor Christian Jäger beim Pitch: “Das ist unglaublich! Hast du den Mathias genommen?”