Vom Messepark in die City: Alpakas finden neues Zuhause

Familie Matt kehrt mit dem neuen Geschäft ein Stück zu den eigenen Wurzeln zurück.
Dornbirn Im Jahr 2021 zogen die ersten Alpakas bei Familie Matt ein. Seither sind sie das Herzstück des Familienbetriebs „Hoamat G’fühl Alpakas“. Angeboten werden geführte Touren mit den Tieren, außerdem gibt es zwei eigene Geschäfte mit einem umfangreichen Sortiment an Alpaka-Produkten.

Vom Messepark in die Innenstadt
Ein Geschäft befindet sich am Feldkircher Mühletorplatz. Das zweite war seit 2024 im Messepark angesiedelt, ist nun jedoch in die Dornbirner Innenstadt übersiedelt, konkret in die Marktstraße 37a, in jenes Lokal, in dem früher der Feinkostladen Feinkostina untergebracht war.

Grund für den Umzug ist der Umbau des Shoppingcenters. „Vier Jahre Baustelle sind für uns als kleiner Familienbetrieb nicht stemmbar“, sagt Stefan Matt. „Außerdem hätten wir viel Geld investieren müssen.“ So fiel die Entscheidung zugunsten der Innenstadt. Auf das neue Ladenlokal wurde die Familie eher zufällig aufmerksam: „Wir sind mit offenen Augen durch die Stadt gelaufen, haben uns ein paar Möglichkeiten angesehen und sind hier fündig geworden“, erzählt Matt.

Zurück zu den Wurzeln
Für die Familie bedeutet der Umzug auch eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. „Wir haben klein angefangen und sind stetig gewachsen. Im Messepark hatten wir 60 Stunden pro Woche geöffnet, in der Stadt sind es 38 Stunden. So können wir uns auch wieder stärker auf unsere anderen Standbeine konzentrieren.“ Neben den geführten Alpaka-Touren sind wir nun auch wieder mit unserem rollenden Hofladen auf Märkten präsent, erklärt Jasmine Matt, die mit ihrer Familie und den Tieren auf einem 10 Hektar großen Bergbauernhof in Furx lebt.

Das Geschäft in der Marktstraße ist bereits geöffnet. Am Samstag, den 11. April, findet die offizielle Eröffnung mit besonderen Angeboten statt. Auf rund 100 Quadratmetern reicht das Sortiment von Mode und Accessoires über Pflegeprodukte wie Seifen bis hin zu Bettdecken, Kinderartikeln, Schuhen und sogar Gartendünger. Künftig sollen auch Produkte aus Merinowolle das Angebot ergänzen.

„Socken und Seifen sind die klassischen Einstiegsprodukte“, sagt Tochter Davinia Matt, die das Feldkircher Geschäft verantwortet. „Viele Kunden sind zunächst vorsichtig, weil es bei Alpaka-Produkten leider oft leere Versprechen gibt, etwa wenn zwar Alpaka auf der Verpackung steht, aber keine entsprechende Wolle enthalten ist.“ Bei „Hoamat G’fühl Alpakas“ fasse die Kundschaft jedoch schnell Vertrauen. „Wir erklären alles genau, weil wir nichts zu verbergen haben. Wir kennen alle unsere Lieferanten.“ Das zahle sich aus: Viele Kunden kommen wieder und greifen dann auch zu anderen Produkten wie Schals oder Pullovern.

Nicht nur im Winter
Aufklärungsbedarf gebe es auch beim Thema Tragekomfort: „Viele denken, Alpakawolle sei nur für den Winter geeignet – dabei sorgt sie auch im Sommer für einen Temperaturausgleich.“

Die Arbeitszeiten zwischen Geschäften, Hof, Touren und Marktbesuchen teilt sich die Familie auf. „Wir sind breit aufgestellt, daher ist es sehr abwechslungsreich“, sagt Jasmine Matt. Gleichzeitig sei es ihnen wichtig, über den eigenen Betrieb hinauszudenken und einen Beitrag für die Region zu leisten – und so einen echten Mehrwert zu schaffen.