Alpla: So viele Arbeitsplätze werden im Hauptquartier gestrichen

Markt / 21.05.2026 • 17:05 Uhr
Alpla: So viele Arbeitsplätze werden im Hauptquartier gestrichen
Im Hauptquartier sieht das Unternehmen Möglichkeiten für eine Anpassung. FA

Betriebsversammlung am Donnerstagnachmittag: Im Zuge einer Schärfung der Unternehmensstruktur wird das weltweit tätige Unternehmen am Hauptstandort Arbeitsplätze abbauen.

Hard Der Vorarlberger Verpackungskonzern Alpla richtet den Unternehmenssitz in Hard neu aus und erhöht die Verantwortlichkeiten der Einheiten in den Regionen. Der international tätige Verpackungsspezialist wolle damit Produktivität, Kundennähe und Wettbewerbsfähigkeit steigern und den Standort Hard langfristig als leistungsfähiges Headquarter absichern. Hintergrund sind herausfordernde Marktbedingungen und hohe Kosten. Bis Ende 2026 könnten bis zu 155 Stellen am Standort Hard betroffen sein.

Alpla: So viele Arbeitsplätze werden im Hauptquartier gestrichen
Philipp Lehner ist der CEO des weltweit aktiven Unternehmens. VN/Steurer

Die Alpla Gruppe hat im April Anpassungen bezüglich der Arbeitsregelungen am Unternehmenssitz in Hard vorgenommen und eine Evaluierung der Arbeits-, Prozess- und Organisationsstrukturen gestartet. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit vor dem Hintergrund eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds nachhaltig zu stärken. Die ersten Ergebnisse der Evaluierung zeigen, dass zu den bereits kommunizierten Maßnahmen weitere strukturelle Anpassungen notwendig sind, schreibt das Unternehmen. Künftig sollen ausgewählte operative und administrative Aufgaben vermehrt in den regionalen Markteinheiten weltweit gebündelt werden, während sich das Headquarter in Hard auf die strategische Steuerungs- und Koordinationsfunktion fokussiert, wurde bei der Betriebsversammlung erklärt. Dadurch werden die Kundennähe und Produktivität weiter verbessert.

Im Zuge dieser Neuausrichtung sollen auch die Kosten am Standort Hard angepasst werden. Abhängig von der konkreten Ausgestaltung der Maßnahmen könnten bis zu 155 Positionen betroffen sein – etwa durch Nicht-Nachbesetzungen, Pensionierungen, Rollenverschiebungen und Vertragsauflösungen. Alpla wolle diesen Vorgang verantwortungsvoll und sozialverträglich umsetzen und befindet sich dazu im Austausch mit dem Betriebsrat, heißt es weiter.

Die Mitarbeitenden wurden am 21. Mai 2026 über die Ergebnisse und das weitere Vorgehen informiert. Die Umsetzung der weiteren Maßnahmen erfolgt schrittweise bis Ende 2026. Der Standort Hard soll damit langfristig als leistungsfähige Unternehmenszentrale abgesichert werden.