Dieses Busunternehmen gibt immer mehr Strom statt Gas

Rankweiler Unternehmen forciert Energiewende am Standort und im Fuhrpark – bereits zehn E-Busse und zwölf Hybridbusse im täglichen Einsatz.
Rankweil “Niemand weint dem Verbrenner nach. Der E-Bus ruckelt, lärmt und stinkt nicht und ist im Winter immer vorgeheizt. Das schätzen die Fahrgäste genauso wie unsere Lenkerinnen und Lenker”, stellt Gerhard Pertoll, Geschäftsführer des Unternehmens Niggbus, fest. Er muss es wissen. Denn Nachhaltigkeit ist beim Betreiber des Stadtbus Feldkirch Programm und wurde eben bereits zum 25. Mal mit dem Gütesiegel Ökoprofit Plus ausgezeichnet, das auch Faktoren wie Regionalität, Innovation, Diversität, Gesundheitsförderung und Gleichstellung bewertet.

Das 1925 gegründete Traditionsunternehmen setzt konsequent auf Emissionsreduktion. Seit Jahren senkt der Betreiber des Stadtbus Feldkirch den Energieverbrauch und achtet auf ein naturnahes Firmengelände. Ende 2024 startete Niggbus die Elektrifizierung des Fuhrparks mit dem ersten E-Bus und topmoderner Lade-Infrastruktur. Seit 2026 sind zehn von 33 Bussen vollelektrisch unterwegs, zwölf Busse fahren mit Hybridantrieb. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Schon heute spart das Busunternehmen damit 630 Tonnen CO2 und mehr als 240.000 Liter Diesel im Jahr. Seit 2023 hat der Rankweiler Verkehrsbetrieb die Emissionen um rund 35 Prozent gesenkt. Der Strom aus der Photovoltaikanlage versorgt Büros und Werkstätten. Blumenwiesen, Biotope und Schotterflächen minimieren die Bodenversiegelung.
Noch geht die Elektrifizierung weiter, sie soll in den kommenden Jahren abgeschlossen werden. Standort, Personal und Werkstatt sind bereits vorbereitet.