Vorarlberger können hoffen: Nächster Schritt zum Einheimischentarif

Markt / 28.05.2026 • 16:25 Uhr
Vorarlberger können hoffen: Nächster Schritt zum Einheimischentarif
Auch wenn sich die Skigebiete zurückhalten – jede Preiserhöhung an der Skiliftkasse schmerzt: Nun muss sich die EU-Kommission sich mit der Wiedereinführung von Einheimischentarifen befassen. VN/Steurer

Im Vorjahr hat Österreich mit Unterstützung der Bundesländer in Brüssel einen Vorstoß zur Wiedereinführung der Einheimischentarife gemacht. Am Donnerstag errangen die Österreicher einen wichtigen Etappenerfolg.

Brüssel, Bregenz Ein Thema für die Vorarlberger Skifahrer sind immer wieder die Preise in den Skigebieten. In der abgelaufenen Wintersaison sind sie im Schnitt um vier Prozent gestiegen, wie der Sprecher der Vorarlberger Seilbahnen, Andreas Gapp vor dem Start des Winters 2025/26 informierte. Einheimische Skifahrer, aber auch für die Nutzer der Sommerbahnen etc. erinnerten sich ob der Preise bzw. Preiserhöhungen immer wieder an die Zeit, als es noch Einheimischentarife gab. Die wurden abgeschafft aufgrund der EU Geoblocking-Verordnung.

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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Landeshauptmann Markus Wallner ziehen an einem Strang: “Einheimische sollen einen guten und fairen Zugang zu Freizeit- und Kulturangeboten in ihrer Heimat haben.”

Auf Initiative Österreichs hat der Rat für Wettbewerbsfähigkeit die Europäische Kommission im Zuge der geplanten Novelle der Geoblocking-Verordnung einstimmig aufgefordert, eine Lösung für Einheimischentarife vorzulegen. Schon das wurde in breiten politischen und wirtschaftlichen Kreisen begrüßt, nun ist Österreich wieder einen Schritt weitergekommen. Am Donnerstag hat der Rat für Wettbewerbsfähigkeit (COMPET), für Österreich vertreten ist Wirtschaftsmminister Wolfgang Hattmannsdorfer, gemeinsame Leitlinien für die künftige europäische Tourismuspolitik verabschiedet. Nun muss die Kommission prüfen, wie Einheimischen der Zugang zu Sport-, Kultur- und Freizeitangeboten in Tourismusregionen erleichtert werden kann.

Wichtiger Etappenerfolg

Landeshauptmann Markus Wallner ist optimistisch, dass der nun beschlossene nächste Schritt zum Erfolg führt – ja zum Erfolg führen muss: „Tourismusregionen funktionieren nur mit den Menschen, die dort leben. Uns ist ganz besonders wichtig, dass Einheimische einen guten und fairen Zugang zu Freizeit- und Kulturangeboten in ihrer Heimat haben. Wer vor Ort lebt, arbeitet und die touristische Infrastruktur mitträgt, soll diese Angebote auch zu fairen Bedingungen nutzen können. Einheimischentarife sind dabei kein Zeichen der Abgrenzung, sondern eine vernünftige und ausgewogene Lösung. Deshalb ist es richtig, dass Österreich dieses Anliegen nun erfolgreich auf europäischer Ebene verankert hat“.

In die gleiche Richtung gehen die Überlegungen von Wirtschafts- und Tourismusminister Wolfgang Hattmannsdorfer, der wie Wallner auf eine zeitnahe Wiedereinführung der Einheimischentarife setzt: „Tourismus kann langfristig nur erfolgreich sein, wenn wirtschaftliche Stärke und Akzeptanz in der Bevölkerung gemeinsam gedacht werden.”