13 Köche aus China, 250 Sitzplätze und ein späterer Start in Feldkirch

Wo bald Wasserfälle plätschern und Sushi direkt an den Tisch serviert wird, laufen derzeit noch die letzten Bauarbeiten. Das Millionenprojekt verzögert sich.
Darum geht’s:
- Restaurant “SOJA” Eröffnung verschiebt sich auf Juni 2026.
- Verzögerungen durch Lieferprobleme bei Küchenausstattung.
- Einzigartiges All-you-can-eat-Konzept mit 250 Sitzplätzen.
FELDKIRCH Auf der Baustelle des künftigen Restaurants “SOJA” in der Feldkircher Wichnergasse wird gebohrt, montiert und verkabelt. Wo eigentlich schon im Mai 2026 die ersten Gäste sitzen sollten, stehen derzeit Handwerker, Küchenteile und Lüftungselemente. Das neue Restaurant “SOJA” in der Feldkircher Innenstadt verzögert sich. Geschäftsführer Zhu Wei bleibt dennoch zuversichtlich: “Ich hoffe, dass wir Ende Juni 2026 eröffnen können.”

Der ursprüngliche Zeitplan war ambitioniert. Mitte Mai 2026 hätte das Lokal aufsperren sollen. Nun soll der Bau bis etwa 20. Juni 2026 abgeschlossen sein. Danach braucht es noch die behördlichen Bestätigungen. Erst dann kann das Restaurant tatsächlich in Betrieb gehen. “Wenn alles bestätigt ist, können wir loslegen”, sagt Zhu Wei.
Lieferprobleme führen zu Verzögerungen
Grund für die Verzögerung seien vor allem Lieferprobleme. Betroffen waren laut Betreiber mehrere zentrale Bereiche: Küche, Möbel und Lüftung. “Alles hat sich verzögert”, erklärt Zhu Wei. Bestellt wurde dabei nicht in Asien, sondern großteils in Österreich. Einzelne Möbelteile wurden gesondert angefertigt.

Trotz der Verzögerung ist der Bau weit fortgeschritten. Die Küche sei zum größten Teil fertig, die Lüftung beinahe abgeschlossen. Auch die Toilettenanlagen sind laut Zhu Wei fast fertiggestellt. Noch offen sind Arbeiten im Bereich Getränketechnik, unter anderem mit Fohrenburger, sowie letzte Montagen für Sushi-Bereich, Küche und Elektroinstallationen.
Kosten fest im Griff
Finanziell bleibt das Projekt laut Betreiber im Rahmen. Für den Umbau waren rund 1,3 Millionen Euro vorgesehen. Das Budget könne weitgehend eingehalten werden. Teuer wird vor allem die Verzögerung selbst: Zwei zusätzliche Monate Miete schlagen laut Zhu Wei mit rund 40.000 Euro pro Monat zu Buche.

VN/DJSOHM
“All you can eat” direkt am Tisch serviert
Das Konzept bleibt unverändert. Auf rund 1200 Quadratmetern entstehen 250 Sitzplätze im Innenbereich, dazu rund 90 Plätze im Freien. Serviert werden kleine frische Portionen direkt an den Tisch. Kein klassisches Buffet, keine Warmhalteplatten, kein Gedränge. Wer mehr möchte, bestellt nach – so oft er will. Am Abend soll das Angebot 49 Euro pro Person kosten, inklusive Getränke wie hausgemachter Limonade, Säfte, Bier, Kaffee und Sekt. Mittags ist ein ähnliches, reduziertes Angebot zu einem günstigeren Preis geplant.

Zhu Wei glaubt an das Modell, obwohl viele Gastronomiebetriebe derzeit unter Druck stehen. “In Vorarlberg gibt es so ein Konzept nicht”, sagt er. “Wir sind keine Stars, aber in diesem Bereich einzigartig”, so Wei weiter. Neben dem Essen soll auch die Gestaltung auffallen: Wasserfälle und Sitzbereiche in Käfig-Optik sollen Rückzug ermöglichen. “Die Gäste sollen sitzen bleiben, sich unterhalten und bedient werden”, erklärt Zhu Wei. Das All-you-can-eat-Prinzip werde an den Tisch gebracht.

Personal direkt aus China
Auch personell laufen die Vorbereitungen. 13 Mitarbeiter aus China sind bereits angekommen. Sie werden vor allem in der Küche arbeiten. Ganz ohne Einschulung geht es nicht. “In China arbeitet man anders als in Österreich”, sagt Zhu Wei. Deshalb müssten Abläufe, Vorschriften und Standards vor der Eröffnung geübt werden. Die Mitarbeiter bringen Zeugnisse und berufliche Nachweise mit, die von den Behörden geprüft wurden. Für sie wurde in Feldkirch ein Haus gemietet. “Sie haben hier bessere Arbeitsbedingungen als in China”, sagt Zhu Wei.

Bis zur Eröffnung bleibt noch einiges zu tun. Doch wenn die letzten Arbeiten abgeschlossen sind, könnte die Feldkircher Innenstadt um ein gastronomisches Großprojekt reicher sein.