Zu viel PV-Strom zur falschen Zeit: VKW zahlt jetzt Markt- statt Fixpreis

Starker Ausbau der Photovoltaik führt zunehmend zu Stromüberschüssen. Deshalb führt illwerke vkw neuen flexiblen Tarif ein.
Bregenz Der deutliche Anstieg an privaten Photovoltaik-Anlagen in Vorarlberg (aber nicht nur in unserem Bundesland) macht sich deutlich bei der Einspeisung überschüssiger Energie ins Netz bemerkbar. Denn natürlich wird rund um die Mittagszeit am meisten Strom produziert und eingespeist. Die inzwischen rund 20.000 PV-Anlagen im Land speisen mittlerweile mehr Strom ins Netz ein, als benötigt wird. Mehr Strom als benötigt wird.
Eigenverbrauch erhöhen
Die illwerke vkw empfiehlt den PV-Kundinnen und Kunden, den Stromverbrauch gezielt in sonnenreiche Zeiten zu verlagern und damit den Eigenverbrauch zu erhöhen. Wer mehr vom selbst produzierten PV-Strom direkt nutzt oder speichert, kann die eigene Anlage wirtschaftlich sinnvoller einsetzen”, erklärt Andreas Vonblon, Photovoltaik-Experte der illwerke vkw.

Verbunden ist die Empfehlung mit der Ankündigung des Energiekonzerns, “die Tariflandschaft weiterzuentwickeln.” Die illwerke vkw stelle nämlich ihre Einspeiseprodukte schrittweise auf variable, marktorientierte Tarife um. Für Kundinnen und Kunden, die ihren PV-Einspeisetarif 2025 oder früher abgeschlossen haben, sei ein aktiver Umstieg auf den neuen Tarif erforderlich, damit sie auch weiterhin eine Vergütung für ihre eingespeiste Energie erhalten. Der Umstieg erfolge nicht automatisch und setze die Zustimmung der Kundinnen und Kunden voraus. Die betroffenen Kundinnen und Kunden werden im Juni schriftlich über das Umstiegsangebot informiert.
Transparentes Umstiegsangebot
Mit dem neuen PV-Einspeisetarif Flex mit Fixpreis 2027 biete die illwerke vkw ein transparentes Umstiegsangebot. Wer in diesen Tarif wechselt, bleibt bis einschließlich 31. Dezember 2026 im aktuellen PV-Einspeisetarif. Von 1. Jänner 2027 bis 31. Dezember 2027 gelte ein Fixpreis von 7 ct/kWh für die gesamte eingespeiste Energiemenge. Ab 1. Jänner 2028 erfolgt die Vergütung im PV-Einspeisetarif Flex dann mit monatlicher Preisanpassung.
Die lohnendste Variante für die privaten Stromerzeuger bleibt aber, den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Sonnenstroms zu optimieren, etwa durch den bewussten Betrieb von Haushaltsgeräten während sonnenreicher Stunden. Vernünftig sei aber auch die Anschaffung eines Batteriespeichers, dessen Anschaffung die illwerke vkw ab 2026 mit einem Zuschuss von bis zu 500 Euro fördere.