VLV mit gutem Ergebnis und 50 neuen Wohnungen

Landes-Versicherung steigert Gewinn und Beiträge. Zudem entstehen Wohnbauprojekte in Bregenz und Lochau.
Bregenz Bei der Vorarlberger Landes-Versicherung (VLV) gibt es derzeit wenig Grund zur Klage. Trotz der allgemein schwierigen Wirtschaftslage blickt das Unternehmen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück.
Die Beiträge im Bereich Schaden- und Unfallversicherung stiegen um 4,9 Prozent auf 109,9 Millionen Euro. Insgesamt erhöhte sich das Beitragsvolumen um 4,2 Prozent auf 133,3 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kletterte von 3,8 auf 5,4 Millionen Euro und erreichte damit einen neuen Höchststand.

Feuer und Hagel
Gleichzeitig wurden knapp 100 Millionen Euro für Leistungen und Schäden reserviert bzw. an Kunden ausbezahlt. „Es gab einige große Brände sowie das Hagelereignis im Leiblachtal im September“, erklärt Vorstand Robert Sturn. Herausfordernd sei vor allem die zunehmende Zahl von Naturereignissen.
Als Reaktion darauf bietet die VLV ihren Kunden seit dem vergangenen Jahr die Möglichkeit, die Versicherungssumme bei Naturkatastrophenschäden von üblicherweise rund 10.000 Euro auf bis zu 100.000 Euro zu erhöhen. Ausgenommen sind Risikozonen. „Es ist unsere Antwort auf den Umstand, dass die Politik bei einer Naturkatastrophenversicherung bislang keine Fortschritte erzielt hat. Das Angebot wird jedenfalls gut angenommen“, sagt Sturn.

Höhere Gewinnbeteiligung
Auch für Lebensversicherungskunden gibt es erfreuliche Nachrichten. Die Gewinnbeteiligung steigt auf 3,25 Prozent. „Damit liegen wir in Österreich vermutlich ganz vorne“, sagt Vorstand Klaus Himmelreich. Möglich sei dies durch die positive Entwicklung der Veranlagungen. Als Versicherungsverein könne die VLV ihre Gewinne zudem direkt an die Eigentümer – also die Kunden – weitergeben. So konnte 2025 eine Rekordsumme den Rückstellungen für die Beitragsrückerstattung in der Schaden- und Unfallversicherung sowie für die Gewinnbeteiligung in der Lebensversicherung zugeführt werden.

Neben Aktien gewinnen Immobilien als Veranlagungsform zunehmend an Bedeutung. „Sie liefern stabile Erträge für die Lebensversicherung. Diesen Anteil haben wir in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich ausgebaut“, erklärt Himmelreich. Mittlerweile verfügt die VLV über rund 100 vermietete Wohnungen.

Weitere Projekte befinden sich bereits in Umsetzung. Gemeinsam mit Prisma entwickelt die VLV das Quartier Weiherviertel in Bregenz mit Hotel-, Wohn- und Geschäftsflächen. Zudem entstehen derzeit 18 Wohnungen in der Lochauer Bahnhofstraße sowie 27 Wohnungen in der St.-Anna-Straße in Bregenz am ehemaligen Standort des Sanitätshauses Wutschka. Das Bestandsgebäude wurde bereits abgerissen, die Tiefgarage ist fertiggestellt. Das Investitionsvolumen beträgt rund zwölf Millionen Euro.
Nachbargebäude wird saniert
Auch das Hochhaus neben dem VLV-Hauptsitz an der Ecke Bahnhofstraße/St.-Anna-Straße soll umfassend saniert werden. Geplant sind neue Mietwohnungen und Geschäftslokale. Robert Sturn: „Das Gebäude ist bereits leer, wir können also bald starten.“