Beim Schnitzelbär bleibt kein Stein auf dem anderen

Das hat Gastronom Dieter Pichler für den Umbau des Hohenemser Restaurants geplant.
Hohenems Seit 20 Jahren bietet Dieter Pichler (49) Schnitzelfans ein kulinarisches Zuhause. Sein erstes “Schnitzelbär”-Restaurant eröffnete er 2006 in Hohenems, 2019 folgte der zweite Standort in Dornbirn-Gütle, 2025 der dritte an der Höchster Bundesstraße gegenüber dem Werk 5 des Beschlägeherstellers Blum.

Nun soll das Lokal an der Lustenauer Straße in unmittelbarer Nähe des Cineplexx-Kinos in Hohenems ein komplett neues Erscheinungsbild erhalten. Die Pichler Gastro GmbH hat kürzlich um die gewerbebehördliche Genehmigung für Umbau, Sanierung und Erweiterung des Standorts angesucht. Dabei hat der Gastronom Großes vor, wie er im VN-Gespräch erklärt.

Alles kommt raus
Im Zuge der Arbeiten wird das Restaurant einer Kernsanierung unterzogen. “Alles – inklusive Türen und Fenster – kommt raus”, sagt Pichler. “Danach ist es praktisch ein Rohbau, in dem alles neu aufgebaut wird.”
Das Erdgeschoss wird von derzeit 60 auf künftig 115 Sitzplätze erweitert. Geplant sind unter anderem eine neue Küche, zwei Kassen sowie ein barrierefreies WC. Neu ist außerdem, dass das erste Obergeschoss künftig genutzt wird. Dort werden die Mitarbeiterumkleiden, die Haustechnik und die Sanitäranlagen untergebracht. Auch der Gastgarten soll neu gestaltet werden.

Baubeginn im Herbst
Der Baubeginn ist für Ende September oder Anfang Oktober vorgesehen. Während der Bauarbeiten bleibt der Schnitzelbär in Hohenems rund acht Monate geschlossen. “Nach Abschluss des Umbaus verfügen wir in Hohenems über nahezu dieselben Kapazitäten wie bereits in Dornbirn und Höchst”, sagt Pichler über das Projekt, das bereits seit vielen Jahren auf seiner Agenda steht.

Der Grund dafür: Ursprünglich war geplant, einen Standort am neu gestalteten Hohenemser Kreisverkehr zu beziehen. Doch der Umbau der Anschlussstelle sowie des bestehenden Kreisverkehrs, der bereits 2019 angekündigt wurde, dürfte nach aktuellem Stand nicht vor 2030 abgeschlossen sein. “Wir wollten nicht länger warten. Der Investitionsstau ist mittlerweile zu groß, und das Restaurant entspricht nicht mehr unseren Kapazitätsanforderungen”, sagt Pichler. Optisch werde sich der Standort künftig an den Lokalen in Dornbirn und Höchst orientieren. Die Investitionssumme beträgt rund 2,5 Millionen Euro.

“Sind sehr zufrieden”
Mit dem laufenden Geschäft in seinen Lokalen zeigt sich der Gastronom zufrieden. Neben den drei Schnitzelbär-Standorten betreibt er gemeinsam mit seiner Frau Yuvadee auch das thailändische Restaurant Bann Thai in Götzis. “Es läuft gut. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist derzeit stark gefragt.”

Aktiv auf der Suche nach weiteren Standorten sei er derzeit nicht. Dennoch würden regelmäßig Anfragen von Projektentwicklern an ihn herangetragen. Konkrete bzw. spruchreife Pläne für eine weitere Expansion gebe es derzeit jedoch noch nicht.

Hoffen auf “ruhige” Baustelle
Für das Bauprojekt in Hohenems hofft Pichler nun auf einen reibungsloseren Verlauf als zuletzt in Höchst. Dort hatten unter anderem ein antiker Keramikfund in der Nähe des Grundstücks, ein Architektenwechsel sowie Auflagen des Hochwasserschutzes die Bauarbeiten massiv verzögert.