Traum vom Haus: Rankweiler Schlosser entwickelt Eigenheim um 200.000 Euro

Markt / 30.06.2026 • 10:12 Uhr
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So kann das Haus aussehen, das Schlossermeister David Matt mit Planerin und Bauleiterin Katja Huber und seinem Team entwickelt hat.Fa

Schlosserei in Rankweil kann mit selbst entwickeltem Haus den Wunsch nach Eigentum erfüllen. Erstes Haus mit allem drum und dran steht bereits in Koblach. Präsentation am Wochenende.

Rankweil, Koblach Man soll nicht immer nur über den sozialen Wohnbau debattieren, viel besser wäre, wenn man wieder Möglichkeiten schaffe, dass sich Vorarlberger wieder Eigentum schaffen können, stellte der Präsident der Industriellenvereinigung, Elmar Hartmann, am Montag in Richtung Politik fest. Denn derzeit ist es im Land der Hüslebauer so, dass sich “Normalverdiener” den Bau eines eigenen Hauses bzw. den Kauf einer Wohnung nicht mehr leisten können, ohne die Finanzierung aus laufendem Verdienst (und ohne Erbschaft) sicherzustellen.

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David Matt hat auch sein Firmengebäude in Rankweil geplant und gebaut. Hier ist er an der Baustelle des ersten Hauses, das am Wochenende besichtigt werden kann. Fa

Genau hier setzt der Rankweiler Schlosser David Matt an: Auf eigenem Grundstück stellt er bereits auf 220 Quadratmetern Fläche ein komplettes Haus mit der gesamten Infrastruktur fixfertig um unglaubliche 200.000 Euro hin – und das in kurzer Bauzeit und mit hochwertigen, kreislauffähigen Baumaterialien. Wie das aussieht? Dieses Wochenende könne das erste fertiggestellte Objekt in Koblach besichtigt werden, so der Unternehmer.

Erfahrung beim Schlosserei-Bau

Matt weiß, wie das funktioniert. Er hat bereits im Jahr 2022 sein neues Betriebsgebäude im Rankweiler Römergrund selbst errichtet – dort betreibt er eine Schlosserei mit aktuell fünf Mitarbeitenden. Mit den gewonnenen Erfahrungen aus dem eigenen Gewerbebau haben er und seine Mitarbeiter deshalb die Anfrage zur Entwicklung und Errichtung eines kompakten und preiswerten Hauses mit großem Interesse und Tatendrang angenommen. Mit Unterstützung seiner angestellten Planerin und Bauleiterin Katja Huber wurde ein Eigenheim in Passivhausqualität geplant und umgesetzt. “Ziel ist es, das Haus auf das Wesentliche zu minimieren und die Wohnqualität dabei zu erhalten”, so Matt. Das von der Schlosserei Matt entwickelte System ermögliche eine Anpassung an jeden Bauplatz und biete durch den flexiblen Grundriss auch die optimale Ausnutzung kleiner Grundstücke. Auf einer Fläche von rund 220 Quadratmetern lässt sich so unter Einhaltung der Abstandsflächen ein Haus mit bis zu neunzig Quadratmetern Wohnfläche schaffen.

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Das ganze Team der Schlosserei beim Bau des Hauses in Koblach.Fa

Auf Kreislaufwirtschaft und Wiederverwertbarkeit wurde bereits bei der Entwicklung des Hauses Wert gelegt: Sämtliche verwendeten Materialien sind rückbaubar und können an anderer Stelle wieder eingesetzt werden. Gestützt wird das Haus mittels 6-Punkt-Fundament aus sechs einzelnen Betonsockeln, gebaut wird mit Stahl und Aluminium für die Fassade sowie mit Massivholz beim Innenausbau. Damit überträgt der Schlosser die Vorteile aus dem Industriebau in den Wohnbau. Geheizt wird das Haus, das auch architektonisch auf hohem Niveau ist, mit Luftwärme und Schwedenofen. Standard ist bei jedem “Matt-Haus” zudem eine Photovoltaikanlage mit 5-Kilowatt-Peak (kWp). Das hält die Kosten während der Nutzung, also der Bewohnung des Gebäudes, gering. Die kurze Bauzeit und die vorgefertigten Gewerke sorgen dafür, dass der Bau des Hauses wetterunabhängig in wenigen Wochen fertiggestellt werden kann. Und vor allem sichert dies aber auch den Fixpreis.

Weitere Aufträge in der Pipeline

Das Haus ist nicht etwa ein Projekt, das der Umsetzung harrt. Das erste umgesetzte Matt-Haus kann bereits an diesem Wochenende (Freitag Nachmittag von 13 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 9 bis 17 Uhr) besichtigt und begutachtet werden. Firmenchef Matt und seine Mannschaft sind gemeinsam mit dem ersten Hausbesitzer vor Ort in Koblach (Roter Graben 20a), um alle Fragen zum 200.000-Euro-Haus zu beantworten. “Weitere Aufträge sind schon im Genehmigungsfinale, zahlreiche weitere Anfragen werden derzeit ausgearbeitet”, informiert David Matt. Die Schlosserei biete damit ein finanzierbares Projekt, das auch in verdichteter Bauweise funktioniere und zudem den Bodenverbrauch schone.